Prüfungsfragen:190175 Heilpädagogik und Medizin: Zur heilpädagogi-schen Relevanz medizinischen Denkens und Handelns im 20. und 21. Jahrhundert (Andrea Strachota)
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Prüfung WS 08
1.)wurde nicht in der VO durchgenommen, ist die (einzige) Frage aus dem Buch, hat sie dazugesagt.
a) Heilpädagogische Relevanz (oder Sichtweise?) im 18. Jhdt.
b.) Waren orthopädische Institutionen zu dieser Zeit heilpädagogisch tätig? Ankreuzen ja/nein
c.) Warum? Begründen in - glaub ich - 3 Sätzen
Die orthopädischen Institutionen hatten als Ziel heilen. Das Ziel der Heilpädgogik ist jedoch nicht heilen sondern bilden.
2.) Die 3 therapeutischen Maßnahmen, die seit der Antike praktiziert werden in ihrer Reihenfolge.
3.) Im Zusammenhang mit der Evolutionstheorie die Begriffe "Konkurrenz" und Auslese" erläutern.
4.) Zitat von Wendt (wurde angegeben) daraus die 3 Punkte nennen, die auch in der Eugenik Thema waren.
5.) "Leib" und "Körper" erklären
Etymologische Rückführung der Begriffe „Leib“ und „Körper“ (J.&W. Grimm 1877/1991):
• Leib – ursprüngliche Bedeutung: Leben (lip); mit lip bezeichnete man die im Krieg Noch-nicht-Gefallenen, die Lebenden (Grimm 1991, 580);
• Körper – ursprüngliche Bedeutung: Leichnam (a.a.O., 1834); starke Affinität zum Tod, zum Nicht-Lebendigen – jedes Ding kann Körper sein, tote Materie; man spricht dann von physikalischen Körpern
7.)
a) 2 Aspekte, die den med. Krankheitsbegriff als Grundlage für das heilpädagogische Handeln haben.
b) ein Satz wurde angegeben, in den 2 Wörter einzufügen waren (kann mich leider momentan nicht an den genauen Wortlaut erinnern.
c) Die 2 Aspekte anhand der Pränataldiagnostik deutlich machen.
Prüfung 4.3.08
1. Frage aus dem Buch: über den medizinischen Krankheitsbegriff der Tempelmedizin in der Antike und ob dieser als Vorläufer des mechanistischen Krankheitsbegriffes gesehen werden kann. Krankheitsbegriff nennen und erklären mit den zwei Fundamentalfragen WO und WOHER
2. Welche Fehlinterpretation wurde über Darwin gemacht - was ist der Umkehrschluss davon
3. PID: 3gängige Argumente zur Legalisierung
In allen Ländern in denen die PID erlaubt ist, findet man folgende Argumentation:
1. Die PID bietet eine Ausschlussmöglichkeit für SCHWERE genetische Erkrankungen und aus diesem Grund soll in Ausnahmesituationen (EINZELFÄLLE) die PID erlaubt sein (Beschränkte Zulassung! Um schwere Er-krankungen, die zum Tode führen und die nicht therapierbar zu verhindern!!!).
2. Soll eine „Alternative Methode zu freiwilligen kinderlosen Paares“ oder eine
3. „Alternative zu Spätschwangerschaftsabbrüche“ (führt zu einer Vermeidung zu späten Schwangerschafts-abbrüche!) darstellen.
4. es wird behauptet, dass die PID die Erfolgsrate von IVF führt! („Baby-Take-Home-Rate“)
4.
a) Was ist die klassische Indikation für genetische Beratung
„Die klassische Indikation für eine genetische Beratung [und pränatale Diagnostik] ist gegeben, wenn in der Familie oder bei den Ratsuchenden selbst ein Erbleiden vorliegt“ (Fuhrmann 1995, 17 f).
b) weitere Gründe nennen (für PND)
Ein erhöhtes medizinisches Risiko – und damit weitere Gründe für das Einleiten pränataldiagnostischer Verfahren – ist gegeben bei:
• Verwandtschaft des Paares;
• Geburt eines Kindes mit einer Erbkrankheit;
• Strahlenbelastung oder Belastung mit mutagenen Stoffen der elterlichen Keimzellen (z.B. Stoffwechselprodukte von Parasiten oder Viren);
• einer früheren unerklärlichen Fehlgeburt der Schwangeren;
• Medikamenteneinnahme während der Schwangerschaft;
• erhöhtem mütterlichem Alter (über 35 Jahre).
c) was ist heute der häufigste Grund für invasive Diagnostik
5. Ob der medizinische Krankheitsbegriff bewirkt, dass Phänomene in bzw. aus dem Blick rücken.
6. Was war im 18.Jhd gängiger Begriff für unter anderem behinderte Menschen. Die soziale Frage wurde unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten beurteilt:
a) Wirtschaftliches Verständnis erklären
b) Bedeutung der Umsetzung dieses Verständnisses für den Menschen
7. Welche 3 (eigentlich 2, aber eins davon ist unterteilt) eugenischen Maßnahmen wurden im Nationalsozialismus gesetzt und das jeweilige rechtliche Gesetz dazu.
1. Zwangssterilisationen – GzVeN
2. Kindereuthanasie – ministerieller Erlass
3. Aktion T4 – Ermächtigung Hitlers (sog. „Gnadentoderlass“)
8. Warum kann man PND nicht als neutrales Angebot sehen?

