Prüfungsfragen:Allgemeine Psychologie I (Maderthaner Rainer)

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Inhaltsverzeichnis

Termin: 25. Jänner 2007

Gruppe 4

1. Merkmale der Kognitiven Psychologie sind: a. Psychodynamik b. Paradigma der Informationsverarbeitung c. Es werden nur Aussagen über das beobachtbare Verhalten getroffen. d. Bottom-up und Top-down Prozesse e. Reduktion auf biologische Prozesse

2. Was trifft auf das Paradigma der Informationsverarbeitung zu? a. Der menschliche Geist (mind) ist ein symbolverarbeitendes System. b. Das Symbolsystem entspricht Objekten der Außenwelt und hängt von neuronalen Substraten ab.

c. Kognitive Prozesse haben eine Zeitdauer, die durch Reaktionszeitmessungen festgestellt werden können. d. Der Mensch ist ein autonomes, intentionales, mit der Welt interagierendes Wesen. e. Der menschliche Geist (mind) hat eine unbeschränkte Kapazität.

3. Merkmale des Experiments sind: a. abhängige, unabhängige und moderierende Variablen b. Es gibt keine Artefakte. c. Physiologische Messwerte werden kontrolliert bzw. abgeleitet. d. holistische Herangehensweise e. kontrollierte, künstliche Laborbedingungen

4 . Wodurch kennzeichnen sich künstliche neuronale Netzwerke? a. Output ist die gewichtete Summe aller Input-units. b. Jeder Knoten des Netzwerkes repräsentiert ein Konzept. c. Sie bestehen aus unterschiedlichen Strukturen und Schichten. d. Richtige Antworten des Netzes werden im Vorhinein programmiert. e. Lernregeln verändern laufend die Stärke der Verbindungen zwischen den Knoten.

5. Was trifft auf die Kognitive Neuropsychologie zu? a. Aussagen über gesunde bzw. normale Personen (deren Gehirn nicht geschädigt ist), sind nicht möglich. b. Annahme der Modularität des kognitiven Systems c. Läsionsstudien und bildgebende Verfahren sind die wichtigsten Methoden. d. Schädigungen des Gehirns betreffen typischerweise alle kognitiven Module (z. B. Schlaganfall). e. Die meisten Patienten mit Gehirnschädigung können nicht sinnvoll nach Symptomgruppen kategorisiert werden.

6. Für eine besonders hohe zeitliche Auflösung (im Sekunden- bzw. Millisekundenbereich) können in neuropsychologischen Experimenten folgende Verfahren eingesetzt werden: a. ERP (Event related potential EEG) b. PET (Positronenemmissionstomographie) c. MEG (Magnetenzephalographie) d. fMRI (Funktionale Magnetresonanztomographie) e. Single-unit-recording

7. Welche Aussagen lassen sich über Schlafphasen machen? a. Delta-Wellen sind typisch für entspannte, schläfrige Zustände. b. Während des Schlafes durchläuft man mehrere Tiefschlafphasen und mehrere Traumphasen. c. Alle Schlafphasen sind etwa gleich lang. d. Die Traumphasen werden auch als REM-Schlaf bezeichnet. e. Im wachen, aufmerksamen Zustand zeigen sich Alpha-Wellen.

8. Für welche Bereiche der Wahrnehmung ist das kinästhetische System zuständig? a. Empfindung der Schwerkraft b. Bewegung von Körperteilen im Raum c. Schönheit von Objekten d. Orientierung der Körperteile im Raum e. Wärme bzw. Kälte

9. Was trifft auf das Wahrnehmungsmodell von Gibson zu? a. Sein Modell wird auch als Computational Theory of Vision bezeichnet. b. Im Bild vorhandene Texturgradienten oder optische Flussmuster erzeugen eine dreidimensionale Wahrnehmung. c. Es handelt sich um den ökologischen Ansatz visueller Wahrnehmung. d. Alle zur korrekten Wahrnehmung notwendigen Informationen sind in der Umwelt enthalten. e. Wahrnehmung und Handlung sind voneinander unabhängig.

10. Wichtige biologische Grundlagen des Sehens – Welche Aussagen sind korrekt? a. Die Sehnerven der beiden Augen kreuzen einander teilweise. b. Informationen aus der rechten Hälfte des Wahrnehmungsbereichs werden in der linken Gehirnhälfte verarbeitet. c. Die lichtempfindlichen Zellen auf der Netzhaut sind im Bereich des Sehnervs am zahlreichsten. d. Die für das Farbsehen verantwortlichen Zapfen sind in der Fovea besonders zahlreich. e. Mit dem linken Auge aufgenommene Informationen werden in der rechten Gehirnhälfte verarbeitet.

11. Welche der folgenden Aussagen wären auf Grund der Gestaltgesetze richtig? a. Einander ähnliche Figuren werden öfter zu Reihen zusammengefasst als unterschiedliche Symbole. b. Waagrechte Reihen werden eher gebildet als senkrechte. c. Unregelmäßige Formen werden gegenüber stereotypen Figuren (z. B. Kreisen) bevorzugt. d. Objekte, die sich nahe beisammen befinden, werden meist als Teil derselben Form empfunden. e. Synchron bewegte Objekte werden als Teil einer Gruppe empfunden.

12. Aufgrund welcher Merkmale werden Figur und Hintergrund unterschieden? a. Dunkle Flächen werden als Hintergrund gesehen. b. Symmetrische Flächen werden als Figur gesehen. c. Flächen mit konvexen Konturen werden als Figuren wahrgenommen. d. Blaue Flächen werden als Hintergrund wahrgenommen. e. Vollständig umschlossene Flächen werden als Figur wahrgenommen.

13. Was trifft auf die Theorien zur Objektwahrnehmung zu? a. Die Gestalt von Tieren bzw. Menschen ist laut Marr & Nishihara (1978) aus Zylindern („cones“) aufgebaut, sie können auf Grund ihrer unterschiedlichen Proportionen identifiziert werden. b. Konkave (nach innen gewölbte) Konturverläufe führen zu einer Segmentierung von Figuren. c. Die „Recognition-by-components Theory“ (Biederman, 1987) geht von verschiedenen geometrischen Grundelementen („geons“) aus. d. Die aus den Geonen aufgebauten Figuren werden ohne Zugriff auf Gedächtnis und semantisches Wissen als konkrete Objekte interpretiert. e. Es gibt mehr als 1000 verschiedene Geone.

14. Welche der folgenden Dimensionen sind entscheidend für die Gesichtswahrnehmung? a. Einzelmerkmale (Augen, Nase, etc.) b. Konfiguration der Einzelmerkmale c. Prägung d. Konvexität der Gesichtszüge e. Gesamteindruck

15. Welche Tiefencues sind ausschließlich im Nahbereich (bis ca. 2 m) wirksam? a. Konvergenz der Augen b. Relative Größe c. Querdisparation d. Höhe im Gesichtsfeld e. Akkomodation der Augen

16. Welche der folgenden Aussagen über optische Täuschungen sind richtig? a. Die Einschätzung der Entfernung des Mondes vom Horizont beeinflusst die Einschätzung seiner Größe. b. Fehlen wichtige Hinweise auf räumliche Beziehungen (wie z. b. im Ames’schen Raum), führt dies zu einer verzerrten Größenwahrnehmung. c. Im Nebel erscheinen Objekte näher. d. Optische Täuschungen werden durch die Illusion eines räumlichen Kontextes verursacht. e. Kinder überschätzen die Größe entfernter Gegenstände.

17. Welche physiologischen Voraussetzungen müssen gegeben sein, damit auch während Bewegungen ein stabiler visueller Eindruck entsteht? a. Reafferenzprinzip b. optokinetischer Reflex c. Nystagmus (Tremor) d. Lidschlussreflex e. vestibulookulärer Reflex

18. Welche der folgenden Eigenschaften sind wesentliche Dimensionen des Farbeindrucks? a. „Kälte“ bzw. „Wärme“ des Farbtons b. Farbwert c. Helligkeit d. Sättigung e. Auffälligkeit

19. Welche Phänomene gelten als Nachweise der Gegenfarbentheorie? a. Innere Nachbilder in der gleichen Farbe b. Farbenblindheit c. Simultankontraste d. Sukzessivkontraste e. Innere Nachbilder in der Gegenfarbe

20. Was sind psychische Faktoren der Lärmempfindung? a. emotional negativ besetzt b. Ablenkungsgrad c. Zeitverlauf d. Lautstärke e. Lautcharakteristik

21. Was trifft auf die Körperwahrnehmung durch Mechanorezeptoren zu? a. Die Zwei-Punkte-Schwelle dient als Maß für die Dichte der Tastrezeptoren in einem Körperteil. b. Homunculi stellen die Lage der Rezeptoren in Bezug auf die jeweiligen Körperteile im Gehirn dar. c. Die durch die Homunculi dargestellten Areale entsprechen den realen menschlichen Körperproportionen. d. Wade und Oberschenkel verfügen über besonders viele Mechanorezeptoren. e. Mechanorezeptoren sind auch für die Schmerzempfindung verantwortlich.

22. Was sind Grundannahmen bezüglich der Aufmerksamkeit? a. Die top-down Kontrolle wird auch als „goal driven“ bezeichnet. b. Aufmerksamkeit wird sowohl intern (goal driven) als auch extern (stimulus driven) kontrolliert. c. Die Kontrolle der Aufmerksamkeit erfolgt sowohl durch Bottom-up Prozesse als auch durch Top-down Prozesse. d. Bei der freien Betrachtung von Objekten (ohne Instruktion oder Frage) ist die Top-down Kontrolle entscheidend. e. Die top-down Kontrolle ist für die Beantwortung konkreter Fragen (z. B. Wie alt ist die dargestellte Person?) entscheidend.

23. Was trifft auf das dichotische Hören zu? a. Bei Experimenten zu diesem Thema werden Versuchspersonen aufgefordert, ihre Aufmerksamkeit auf ein Ohr zu konzentrieren („shadowing“). b. Semantische Zusammenhänge lenkten die Aufmerksamkeit in manchen Experimenten auf das vorher nicht beachtete Ohr. c. Die Versuchspersonen können auch die mit dem anderen Ohr aufgenommenen Informationen gut wiedergeben. d. Veränderungen physischer Merkmale (z. B. Stimmwechsel von männlich zu weiblich) fallen kaum auf. e. Die Nennung des eigenen Namens lenkt die Aufmerksamkeit häufig auf das vorher nicht beachtete Ohr.

24. Was trifft auf die Merkmals-Integrations-Theorie der visuellen Aufmerksamkeit zu? a. Merkmalsintegration wird durch gespeicherte Information beeinflusst b. Die Aufmerksamkeit wird nur abwechselnd auf die einzelnen Merkmale fokussiert. c. Schnelle, parallele Verarbeitung von Dimensionsmerkmalen d. Langsamerer, serieller Prozess mit Kombination von Merkmalen e. Verbindung der Merkmale durch fokussierte Aufmerksamkeit ist möglich

25. Was sind die wesentlichen Merkmale des Modells des globalen Arbeitsspeichers? a. Teile (Module) des Netzwerks erfüllen Spezialaufgaben b. Die einzelnen Module des Netzwerks können jede beliebige Aufgabe erfüllen. c. Verbindungsnetzwerk („Global Workspace“) koordiniert Aktivitäten d. Es gehört zu den Filtertheorien der Aufmerksamkeit. e. Es gehört zu den Synthesetheorien der Aufmerksamkeit.

26. Worin besteht die Rolle des Frontalkortex bei der Aufmerksamkeitssteuerung? a. Aufrechterhaltung aufgabenrelevanter Information b. Selektive Aufmerksamkeitsausrichtung c. Hemmung störender Information d. Sprachwahrnehmung e. Planung neuer Handlungssequenzen

27. Geteilte Aufmerksamkeit gelingt besonders gut, wenn … a. … bestimmte Formen von Schädigungen des Frontalkortex vorliegen. b. … mindestens eine motorische Fertigkeit benötigt wird. c. … die Aufgaben eher leicht sind. d. … die Aufgaben einander möglichst ähnlich sind. e. … das Trainingsniveau gering ist.

28. Was sind die für das Gedächtnis wesentlichen Gehirnstrukturen, und welche Aufgaben haben sie? a. Das Großhirn dient der Speicherung und Klassifikation von Lerninhalten. b. Das Limbische System kontrolliert vegetative Reflexe. c. Der Hirnstamm kontrolliert die emotionalen Reaktionen. d. Der Hirnstamm kontrolliert das Aktivierungsniveau. e. Der Hippocampus ist wesentlich für die Konsolidierung von Lerninhalten.

29. Im Experiment von Brenner (1973) saßen 11 Paare von Versuchspersonen im Kreis. Jeweils eine Person musste ein Wort vorlesen, während die andere Person nur zuhören sollte. Welche Beobachtungen wurden in diesem Experiment gemacht? a. Die Merkleistung der Personen, die nur zuhören sollten, war bei allen Wörtern besser. b. Das Wiedererkennen der Wörter fiel den Versuchspersonen leichter als das Reproduzieren. c. Die Versuchspersonen konnten das von ihnen selbst vorgelesene Wort am besten reproduzieren. d. Die Personen, die selbst ein Wort vorlesen mussten, konnten sich an die anderen Wörter umso besser erinnern, je kürzer sie vor dem eigenen „Auftritt“ vorgelesen wurden. e. Die Ergebnisse des Experiments wurden auf die hohe Aktivierung der Personen beim Vorlesen zurückgeführt.

30. Bei Beschädigung der Hippocampi kommt es zu Amnesien. Welche der folgenden Aussagen sind richtig? a. Bei einer Beschädigung der Hippocampi kommt es zu einem Verlust des Altgedächtnisses, d.h. der Gedächtnisverlust bezieht sich auf die Zeit vor der Beeinträchtigung. b. Der Gedächtnisverlust ist dauerhaft. c. Eine Amnesie ist ein Gedächtnisverlust in Folge von Verletzung, Krankheit, Drogenmissbrauch (und anderen Beeinträchtigungen des Gehirns). d. Erkenntnisse über das Auftreten von Amnesien wurden bei Patienten gewonnen, denen die Hippocampi operativ entfernt wurden (z. B. zur Behandlung von Epilepsie). e. Die generelle Intelligenz der Person ist ab dem Auftreten der Amnesie stark beeinträchtigt.

31. Worin besteht der Speichermechanismus Langzeitpotenzierung? a. Verbindungen zwischen Nervenzellen werden verstärkt, wenn beide gleichzeitig erregt sind. b. Wird eine Nervenzelle von einer anderen Nervenzellen erregt, speichert sie langzeitig diese Erregung. c. Wenn eine Nervenzelle nicht durch das Signal einer anderen Nervenzelle gehemmt wird, wird ihr Output auf Dauer immer größer. d. Verbindungen zwischen Nervenzellen werden geschwächt, wenn eine der beiden Zellen durch eine dritte Nervenzelle erregt wird. e. Wird eine Nervenzelle von zwei Nervenzellen erregt, wird nur die Verbindung zu jener Zelle verstärkt, die das höhere Aktivitätsniveau hat.

32. Herrmann Ebbinghaus lernte im Selbstversuch dreizehn sinnlose Silben (z. B. NUP) auswendig, bis er sie fehlerfrei wiedergeben konnte. Er untersuchte, wie viel weniger Zeit er benötigte, wenn er die Silben später wieder lernen wollte. Was trifft auf seinen Versuch zu? a. Seine Ergebnisse entsprechen dem Potenzgesetz des Vergessens. b. Das Ausmaß der ersparten Zeit nahm linear mit der Anzahl der vergangenen Tage ab. c. Die Zeit, die er sich „ersparte“, wurde mit der Anzahl der vergangenen Tage immer geringer. d. Die Zeit, die er zum Erlernen der Silben benötigte, blieb immer gleich. e. Die Kurve, mit der sich diese Zeit darstellen lässt, entspricht einer Potenzfunktion.

33. Was sind gültige Theorien des Vergessens? a. Abrufstörung bzw. Zugriffsstörung verhindern das Erinnern an gemerkte Inhalte. b. Nicht benötigtes Wissen wird in festen Intervallen aus dem Gedächtnis entfernt. c. Auf Grund des Absterbens von Nervenzellen kommt es zum Verfall bzw. zur Löschung von gespeicherten Inhalten. d. Prägungen werden im Erwachsenenalter automatisch gelöscht. e. Interferenzen zwischen Speicherinhalten führen zur Überlagerung von alter durch neue Information.

34. Im Experiment von Godden und Baddeley (1975) hatten Taucher Listen von Worten sowohl an Land als auch im Wasser zu lernen. Geprüft wurden sie im jeweils gleichen oder in verschiedenem Kontext. Was waren die wesentlichen Ergebnisse? a. Es zeigten sich keine Unterschiede zwischen den Versuchsbedingungen. b. Die Ergebnisse entsprachen der „Hebb´schen Lernregel“. c. Die Ergebnisse sprechen für die sogenannte „Enkodierungsspezifität“. d. Die Vergessenskurve entsprach nur an Land einer Potenzfunktion. e. Wurden die Personen in dem Kontext geprüft, in dem sie gelernt haben, war die Gedächtnisleistung wesentlich geringer.

35. Welche Aussagen treffen auf das Ultrakurzzeitgedächtnis oder auf das Kurzzeitgedächtnis zu? a. Im Kurzzeitgedächtnis werden ausschließlich bildliche Inhalte behalten. b. Das Ultrakurzzeitgedächtnis wird auch Sensorisches Gedächtnis genannt. c. Informationen werden über einige Minuten hinweg im Kurzzeitgedächtnis behalten. d. Eine Person mit einem sog. „fotografischen“ Gedächtnis ist in der Lage, ein gesehenes Beispielbild später wahrnehmungsgetreu zu beschreiben. e. Ein besonders leistungsfähiges Ultrakurzzeitgedächtnis tritt fast ausschließlich bei Erwachsenen auf.

36. Welche der folgenden Alternativen sind Komponenten des Arbeitsgedächtnisses? a. Zentrale Exekutive b. Semantisches Gedächtnis c. Ikonischer Speicher d. Episodisches Gedächtnis e. Phonologische Schleife

37. Was sind korrekte Aussagen über das Langzeitgedächtnis? a. Deklarative Gedächtnisinhalte werden als explizit, perzeptive und prozedurale Inhalte als implizit bezeichnet. b. Begriffe und Assoziationen zwischen ihnen sind Teil des semantischen Gedächtnisses und können durch semantische Netzwerke dargestellt werden. c. Konditionierung und Fertigkeiten sind Inhalte des deklarativen Gedächtnisses. d. Wort-, Objekt- und Raumformen gelten als Inhalte des perzeptiven Gedächtnisses. e. Episodische Inhalte werden im prozeduralen Gedächtnis gespeichert.

38. Welche der folgenden Effekte werden bei der Wissensaufnahme („Encoding“) wirksam? a. Konsolidierungseffekt b. Arousal-Effekt c. Elaborationseffekt d. Positionseffekt e. Wiederholungseffekt

39. Welche der folgenden, im Experiment beobachteten Phänomene lassen sich auf den Retrieval-Cue-Effekt zurückführen? a. Zu lernende Wörter werden besser im Gedächtnis behalten, wenn sie zuvor auf die eigene Person bezogen wurden. b. Figuren, die aus dem Gedächtnis nachgezeichnet werden sollten, ähnelten einem bei der Vorgabe genannten Objekt (z. B. „Sieht aus wie eine Brille“) häufiger als in der Kontrollbedingung ohne diesen Hinweis. c. Ereignisse, die zusammen mit Merkmalen der Situation (z. B. Häufigkeit, Ort, beteiligte Personen) notiert wurden, konnten mithilfe von drei dieser Merkmale nach 5 Jahren noch zu 60 % reproduziert werden. d. Bei der Wiedergabe eines gelesenen Textes wurde nach drei Monaten knapp die Hälfte der Aussagen reproduziert, während der Rest durch Schlussfolgerungen ergänzt wurde. e. Die Merkleistung wird durch die Verknüpfung des zu lernenden Wortes mit einem dazu vorgestellten Bild gesteigert.

40. Welche Aussagen treffen auf die Mnemotechnik Hakenwort-Methode zu? a. Die Hakenwort-Methode eignet sich ausschließlich für das Lernen mehrstelliger Zahlen. b. Die Hakenwort-Methode verbessert die Merkleistung nur dann, wenn die Lernzeit für die Entwicklung der bildlichen Vorstellung ausreicht (mind. 4 Sekunden). c. Die Hakenwort-Methode basiert auf dem Wiederholungseffekt. d. Die Hakenwort-Methode basiert auf dem Imagery-Effekt. e. Einer Ziffer entspricht jeweils ein bildlich vorzustellendes Objekt. Diese Objekte können miteinander kombiniert werden, um sich eine zu merkende Zahl bildlich vorstellen zu können.

Richtige Ergebnisse: (laut Prüfungseinsicht, für Tippfehler wird keine Haftung übernommen!) 1 b,d 2 a,b,c,d 3 a,e 4 a,c,e 5 b,c 6 a,c,e 7 b,d 8 b,d 9 b,c,d 10 a,b,d 11 a,d,e 12 a,b,c,e 13 a,b,c 14 a,b,e 15 a,e 16 a,b,d 17 a,b,c,e 18 b,c,d 19 a,b,c,d 20 a,b 21 a,b 22 a,b,c,e 23 a,b,e 24 a,c,d,e 25 a,c,e 26 a,b,c,e 27 c 28 a,d,e 29 b,c,e 30 b,c,d 31 a 32 a,c,e 33 a,c,e 34 c 35 b,d 36 a,e 37 a,b,d 38 b,c,d 39 b,c 40 b,d,e














Termin: 23. Mai 2007

Gruppe 1

1. Ereigniskorrelierte Potentiale (Event-relatet potentials). a. Die Ableitung der Gehirnströme bei der Wahrnehmung eines Reizes sieht immer gleich aus. b. Die Ableitung der Gehirnströme bei der Wahrnehmung eines Reizes sieht aufgrund von Störeinflüssen immer etwas anders aus. c. Legt man die einzelnen Ableitungen zu einem Reiz übereinander verschwindet die Kurve gänzlich. d. Event relatet-potentials sind das gleiche wie single-unit recordings. e. Legt man die einzelnen Ableitungen zu einem Reiz übereinander erhält man erst das idealtypische Potential.

richtig: b,e


2. Was trifft auf das Paradigma der Informationsverarbeitung zu? a. Der menschliche Geist (mind) ist ein symbolverarbeitendes System. b. Der Mensch ist ein autonomes, intentionales, mit der Welt interagierendes Wesen. c. Der menschliche Geist (mind) hat eine unbeschränkte Kapazität. d. Das Symbolsystem entspricht Objekten der Außenwelt und hängt von neuronalen Substraten ab. e. Kognitive Prozesse haben eine Zeitdauer, die durch Reaktionszeitmessungen festgestellt werden können.

richtig: a,b,d,e


3. Merkmale des Experiments sind: a. ganzheitliche Herangehensweise b. kontrollierte, künstliche Bedingungen c. abhängige, unabhängige und moderierende Variablen d. Physiologische Messwerte müssen abgeleitet werden. e. Es gibt keine Fehlerkenntnisse.

richtig: b,c


4 . Wodurch kennzeichnen sich künstliche neuronale Netzwerke? a. Output ist die gewichtete Summe aller Input-units. b. Sie bestehen aus unterschiedlichen Strukturen und Schichten. c. Jeder Knoten des Netzwerkes repräsentiert ein Konzept. d. Richtige Antworten des Netzes werden im Vorhinein programmiert. e. Lernregeln verändern laufend die Stärke der Verbindungen zwischen den Knoten.

richtig: a,b,e


5. Farbempfindung – Zapfenerregung a. Primaten haben drei Zapfenarten. b. Vögel haben mehr als drei Zapfenarten. c. Hunde haben nur Stäbchen. d. Rinder haben zwei Zapfenarten. e. Goldfische haben zwar keine Zapfen, aber dafür farbempfindliche Stäbchen.

richtig: a,b,d


6. Was trifft auf die Kognitive Neuropsychologie zu? a. Annahme der Modularität des kognitiven Systems b. Läsionsstudien und bildgebende Verfahren sind die wichtigsten Methoden. c. Schädigungen des Gehirns betreffen typischerweise alle kognitiven Module (z. B. Schlaganfall). d. Die meisten Patienten mit Gehirnschädigung können nicht sinnvoll nach Symptomgruppen kategorisiert werden. e. Aussagen über gesunde Personen sind unmöglich.

richtig: a,b


7. Welche Aussagen lassen sich über Schlafphasen machen? a. Alle Schlafphasen sind etwa gleich lang. b. Die Traumphasen werden auch als REM-Schlaf bezeichnet. c. Während des Schlafes durchläuft man mehrere Traumphasen. d. Im Schlafzustand zeigen sich häufig Alpha-Wellen. e. Delta-Wellen sind typisch für entspannte Wachzustände.

richtig: b,c


8. Für welche Bereiche der Wahrnehmung ist das kinästhetische System zuständig? a. Schönheit von Melodien b. Empfindung der ästhetischen Kinetik c. Bewegung d. Orientierung der Körperteile im Raum e. Wärme bzw. Kälte

richtig: c,d


9. Was ist das Wahrnehmungsmodell von Marr? a. Es handelt sich um die Computational Theory of Vision. b. Alle zur korrekten Wahrnehmung notwendige Information ist in der Umwelt enthalten. c. Wahrnehmung und Handlung bedingen einander gegenseitig. d. Eine dreidimensionale Repräsentation des wahrgenommenen Objektes wird in mehreren Stufen aufgebaut. e. Im Bild vorhandene Texturgradienten oder optische Flussmuster erzeugen eine dreidimensionale Wahrnehmung.

richtig: a,d


10. Was sind wichtige biologische Grundlagen des Sehens? a. Visuelle Information wird im Kortex parallel nach den Aspekten Form, Farbe, Bewegung und Tiefe verarbeitet. b. Die Verarbeitung von Form, Farbe, Bewegung und Tiefe erfolgt zeitlich aufeinander folgend. c. Die Reizverarbeitung erfolgt simultan auf einem parietalen Pfad (Lokalisation: „Wo?“) und einem temporalen Pfad (Interpretation „Was?“). d. Es existiert ein eigenes Areal zur Richtungs- und Geschwindigkeitsbestimmung. e. Im Cortex (Okzipitallappen) befinden sich primäre, sekundäre und tertiäre visuelle Projektionsfelder.

richtig: a,c,d,e

11. Welcher der folgenden Empfindungen werden mit dem gustatorischen System wahrgenommen? a. Süß b. Salzig c. Scharf d. Bitter e. Fruchtig

richtig: a,b,d


12. Aufgrund welcher Merkmale werden Figur und Hintergrund unterschieden? a. Symmetrische Flächen werden als Figur gesehen. b. Blaue Flächen werden als Hintergrund wahrgenommen. c. Dunkle Flächen werden als Hintergrund gesehen. d. Vollständig umschlossene Flächen werden als Figur wahrgenommen. e. Flächen mit konvexen Konturen werden als Figuren wahrgenommen.

richtig: a,c,d,e


13. Geteilte Aufmerksamkeit: Die Mehrfachaufgaben-Performanz gelingt besser wenn: a. Die Aufgaben einander unähnlich sind b. Die Aufgaben einander ähnlich sind c. Man in den Aufgaben nicht trainiert ist d. Man in den Aufgaben gut trainiert ist e. Die Aufgabe leicht ist

richtig: a,d,e


14. Welche der Folgenden Aussagen zum massierten und verteilten Lernen sind richtig? a. Massiertes Lernen führt nie, zu keinem Zeitpunkt zu besseren Resultaten als verteiltes Lernen. b. Massiertes Lernen ist in jedem Fall dem verteilten Lernen vorzuziehen. c. Bei verteiltem Lernen werden die Lerninhalte auf lange Sicht besser behalten. d. Bei verteiltem Lernen sollte die erste Wiederholung schon bald nach der ersten Einprägung stattfinden. e. Massiertes Lernen führt bei baldiger Abprüfung zu besseren Leistungen als verteiltes Lernen.

richtig: c,d,e


15. Welche Tiefencues sind ausschließlich im Nahbereich (bis ca. 2 m) wirksam? a. Akkomodation der Augen b. Querdisparation c. Höhe im Gesichtsfeld d. Konvergenz der Augen e. Relative Größe

richtig: a,d


16. Welche der folgenden Aussagen über optische Täuschungen sind richtig? a. Optische Täuschungen werden durch die Illusion eines räumlichen Kontextes verursacht. b. Fehlen wichtige Hinweise auf räumliche Beziehungen (wie z. b. im Ames’schen Raum), führt dies zu einer verzerrten Größenwahrnehmung. c. Im Nebel erscheinen Objekte näher. d. Kinder überschätzen die Größe entfernter Gegenstände. e. Die Einschätzung der Entfernung des Mondes vom Horizont beeinflusst die Einschätzung seiner Größe.

richtig: a,b,e


17. Welche Bewegungen des Auges laufen ab, während es einen Punkt fixiert und zu einem anderen Punkt überwechselt? a. Nystagmus (Tremor) b. Drift c. Mikrosakkaden d. Biological Movements e. Sakkadensprünge

richtig: a,b,c,e


18. Was sind wesentliche Dimensionen der Schallwahrnehmung? a. Melodie b. Tonhöhe c. Rauschen d. Klangfarbe e. Lautstärke

richtig: b,d,e


19. Ikonisches Gedächtnis a. Eidetisches Gedächtnis wird auch fotografisches Gedächtnis genannt. b. Eidetiker können sich große Mengen an visuell vermittelten Inhalten merken. c. Eidetiker sind Menschen bei denen das ikonische Gedächtnis schwächer ausgeprägt ist als bei der Durchschnittsbevölkerung. d. Eidetiker sind vorwiegend unter jüngeren Menschen zu finden. e. Eidetiker können sich große Mengen an verbal vermittelten Inhalten merken.

richtig: a,b,d


20. Was sind psychische Faktoren der Lärmempfindung? a. Lautstärke b. emotional negativ besetzt c. Ablenkungsgrad d. Zeitverlauf e. Lautcharakteristik

richtig: c,d


21. Was trifft auf die Körperwahrnehmung durch Mechanorezeptoren zu? a. Die Zwei-Punkte-Schwelle dient als Maß für die Dichte der Tastrezeptoren in einem Körperteil. b. Wade und Oberschenkel verfügen über besonders viele Mechanorezeptoren. c. Mechanorezeptoren sind auch für die Schmerzempfindung verantwortlich. d. Homunculi stellen die Dichte der Rezeptoren in Bezug auf die jeweiligen Körperteile im Gehirn dar. e. Die durch die Homunculi dargestellten Areale entsprechen den realen menschlichen Körperproportionen.

richtig: a,d


22. Was trifft auf die PQ4R Methode zu? a. Es soll eine grobe Gliederung der Inhalte durchgeführt werden. b. Es soll eine positive Beziehung zu den Lerninhalten aufgebaut werden. c. Es sollen eigene Formulierungen für die Lerninhalte gefunden werden. d. Es soll überprüft werden ob ein Teil- oder ein Global Lernverfahren angebracht ist. e. Es soll eine Beziehung zu anderen Wissensinhalten hergestellt werden.

richtig: a,c,d,e


23. Was trifft auf das dichotische Hören zu? a. Bei Experimenten zu diesem Thema werden Versuchspersonen aufgefordert, ihre Aufmerksamkeit auf ein Ohr zu konzentrieren („shadowing“). b. Veränderungen physischer Merkmale (z. B. Stimmwechsel von männlich zu weiblich) fallen kaum auf. c. Semantische Zusammenhänge lenkten die Aufmerksamkeit in manchen Experimenten auf das vorher nicht beachtete Ohr. d. Die Versuchspersonen können auch die mit dem anderen Ohr aufgenommenen Informationen gut wiedergeben. e. Die Nennung des eigenen Namens lenkt die Aufmerksamkeit häufig auf das vorher nicht beachtete Ohr.

richtig: a,c,e


24. Was trifft auf die Merkmals-Integrations-Theorie der visuellen Aufmerksamkeit zu? a. Schnelle, parallele Verarbeitung von Dimensionsmerkmalen b. Langsamerer, serieller Prozess mit Kombination von Merkmalen c. Verbindung der Merkmale durch fokussierte Aufmerksamkeit ist möglich d. Merkmalsintegration wird durch gespeicherte Information beeinflusst e. Die Aufmerksamkeit wird nur abwechselnd auf die einzelnen Merkmale fokussiert.

richtig: a,b,c,d


25. Welche Tiefencues sind in jeder Entfernung wirksam? a. Akkomodation der Augen b. Verdeckung von Objekten c. Texturgradienten d. Relative Größe e. Höhe im Gesichtsfeld

richtig: b,c,d


26. Worin besteht die Rolle des Frontalkortex bei der Aufmerksamkeitssteuerung? a. Hemmung störender Information b. Sprachwahrnehmung c. Aufrechterhaltung aufgabenrelevanter Information d. Selektive Aufmerksamkeitsausrichtung e. Planung neuer Handlungssequenzen

richtig: a,c,d,e


27. Thatcher Gesichter. Welche Aussagen treffen zu? a. Thatcher Gesichter wirken auf den ersten Blick normal wenn sie auf dem Kopf stehen. b. Thatcher Gesichter beziehen sich auf eine spezifische Gesichtwahrnehmungsstörung die nach der an dieser Störung leidenden, früheren britischen Premierministerin benannt wurde. c. Thatcher Gesichter beziehen sich auf eine seltene Gesichtslähmung an der die frühre britische Premierministerin leidet, die auf den ersten Blick von den meisten Personen nicht wahrgenommen wird. d. Bei Thatcher Gesichtern wird der Augen- und Mundbereich jeweils um 180° gedreht, wieder an seine ursprüngliche Position eingesetzt und das gesamte Bild so präsentiert. e. Thatcher Gesichter wirken auf den ersten Blick normal wenn sie richtig herum stehen.

richtig: a


28. Was sind die für das Gedächtnis wesentlichen Gehirnstrukturen, und welche Aufgaben haben sie? a. Der Hippocampus ist wesentlich für die Konsolidierung von Lerninhalten. b. Das Großhirn dient der Speicherung und Klassifikation von Lerninhalten. c. Der Hirnstamm kontrolliert die emotionalen Reaktionen. d. Der Hirnstamm kontrolliert das Aktivierungsniveau. e. Das Limbische System steuert perzeptives Lernen.

richtig: a,b,d


29. Im Experiment von Brenner (1973) saßen 11 Paare von Versuchspersonen im Kreis. Jeweils eine Person musste ein Wort vorlesen, während die andere Person nur zuhören sollte. Welche Beobachtungen wurden in diesem Experiment gemacht? a. Das Wiedererkennen der Wörter fiel den Versuchspersonen leichter als das Reproduzieren. b. Die Merkleistung der Personen, die nur zuhören sollten, war bei allen Wörtern besser. c. Die Ergebnisse des Experiments wurden auf die hohe Aktivierung der Personen beim Vorlesen zurückgeführt. d. Die Versuchspersonen konnten das von ihnen selbst vorgelesene Wort am besten reproduzieren. e. Die Personen, die selbst ein Wort vorlesen mussten, konnten sich an die anderen Wörter umso besser erinnern, je kürzer sie vor dem eigenen „Auftritt“ vorgelesen wurden.

richtig: a,c,d


30. Bei Beschädigung der Hippocampi kommt es zu Amnesien. Welche der folgenden Aussagen sind richtig? a. Eine Amnesie ist ein Gedächtnisverlust in Folge von Verletzung, Krankheit, Drogenmissbrauch (und anderen Beeinträchtigungen des Gehirns). b. Erkenntnisse über das Auftreten von Amnesien wurden bei Patienten gewonnen, denen die Hippocampi operativ entfernt wurden (z. B. zur Behandlung von Epilepsie). c. Die generelle Intelligenz der Person ist ab dem Auftreten der Amnesie stark beeinträchtigt. d. Bei einer Beschädigung der Hippocampi kommt es zu einem Verlust des Altgedächtnisses, d.h. der Gedächtnisverlust bezieht sich auf die Zeit vor der Beeinträchtigung. e. Der Gedächtnisverlust ist dauerhaft.

richtig: a,b,e


31. Worin besteht der Speichermechanismus Langzeitpotenzierung? a. Verbindungen zwischen Nervenzellen werden geschwächt, wenn eine der beiden Zellen durch eine dritte Nervenzelle erregt wird. b. Wird eine Nervenzelle von zwei Nervenzellen erregt, wird nur die Verbindung zu jener Zelle verstärkt, die das höhere Aktivitätsniveau hat. c. Verbindungen zwischen Nervenzellen werden verstärkt, wenn beide gleichzeitig erregt sind. d. Wird eine Nervenzelle von einer anderen Nervenzellen erregt, reagiert sie nur mehr auf diese e. Wenn eine Nervenzelle nicht durch das Signal einer anderen Nervenzelle gehemmt wird, wird ihr Output auf Dauer immer größer.

richtig: c


32. Herrmann Ebbinghaus lernte im Selbstversuch dreizehn sinnlose Silben (z. B. NUP) auswendig, bis er sie fehlerfrei wiedergeben konnte. Er untersuchte, wie viel weniger Zeit er benötigte, wenn er die Silben später wieder lernen wollte. Was trifft auf seinen Versuch zu? a. Die Zeit, die er zum Erlernen der Silben benötigte, blieb immer gleich. b. Die Zeit, die er sich „ersparte“, wurde mit der Anzahl der vergangenen Tage immer geringer. c. Die Kurve, mit der sich diese Zeit darstellen lässt, entspricht einer Potenzfunktion. d. Das Ausmaß der ersparten Zeit nahm linear mit der Anzahl der vergangenen Tage ab. e. Seine Ergebnisse entsprechen dem Potenzgesetz des Vergessens.

richtig: b,c,e


33. Farbenblindheit a. Rotgelbblindheit ist bei Männern häufiger als bei Frauen. b. Rotgrünblindheit ist bei Männern weiter verbreitet als bei Frauen. c. Blaugelbblindheit tritt bei Frauen und bei Männern etwa gleich häufig auf. d. Rotblaublindheit ist bei Männern und Frauen in etwa gleich häufig. e. Es gibt zwei Formen der Rotgrünblindheit aber nur eine Form der Blaugelbblindheit.

richtig: b,c,e


34. Im Experiment von Godden und Baddeley (1975) hatten Taucher Listen von Worten sowohl an Land als auch im Wasser zu lernen. Geprüft wurden sie im jeweils gleichen oder in verschiedenem Kontext. Was waren die wesentlichen Ergebnisse? a. Die Ergebnisse entsprachen der „Hebb´schen Lernregel“. b. Die Ergebnisse sprechen für die sogenannte „Enkodierungsspezifität“. c. Es zeigten sich keine Unterschiede zwischen den Versuchsbedingungen. d. Wurden die Personen in dem Kontext geprüft, in dem sie gelernt haben, war die Gedächtnisleistung wesentlich geringer. e. Die Vergessenskurve entsprach nur an Land einer Potenzfunktion.

richtig: b


35. Welche Aussagen treffen auf das Ultrakurzzeitgedächtnis oder auf das Kurzzeitgedächtnis zu? a. Informationen werden über einige Minuten hinweg im Kurzzeitgedächtnis behalten. b. Im Kurzzeitgedächtnis werden ausschließlich bildliche Inhalte behalten. c. Das Ultrakurzzeitgedächtnis wird auch Sensorisches Gedächtnis genannt. d. Eine Person mit einem sog. „fotografischen“ Gedächtnis ist in der Lage, ein gesehenes Beispielbild später wahrnehmungsgetreu zu beschreiben. e. Ein besonders leistungsfähiges Ultrakurzzeitgedächtnis tritt fast ausschließlich bei Erwachsenen auf.

richtig: c,d


36. Welche der folgenden Aussagen treffen (nach dem Modell von Anderson, 1983) auf die Funktionsweise des Arbeitsgedächtnisses zu? a. Das Arbeitsgedächtnis interpretiert die aus der Außenwelt aufgenommenen Daten durch Abruf von Fakten aus dem deklarativen Gedächtnis. b. Das Arbeitsgedächtnis entscheidet über die Ausführung von im prozeduralen Gedächtnis gespeicherten Verhaltensweisen (z. B. Fertigkeiten). c. Die Interaktion mit der Außenwelt findet über das Arbeitsgedächtnis statt. d. Die Speicherung neuer Daten erfolgt unabhängig von der Tätigkeit des Arbeitsgedächtnisses. e. Das Arbeitsgedächtnis gibt Ausführungsimpulse an das prozedurale Gedächtnis weiter.

richtig: a,b,c


37. Was sind korrekte Aussagen über das Langzeitgedächtnis? a. Deklarative Gedächtnisinhalte werden als explizit, perzeptive und prozedurale Inhalte als implizit bezeichnet. b. Episodische Inhalte werden im prozeduralen Gedächtnis gespeichert. c. Konditionierung und Fertigkeiten sind Inhalte des deklarativen Gedächtnisses. d. Wort-, Objekt- und Raumformen gelten als Inhalte des perzeptiven Gedächtnisses. e. Begriffe und Assoziationen zwischen ihnen sind Teil des semantischen Gedächtnisses und können durch semantische Netzwerke dargestellt werden.

richtig: a,d,e


38. Welche der folgenden Effekte werden bei der Festigung von Wissen („Storage“) wirksam? a. Konsolidierungseffekt b. Interferenzeffekt c. Retrieval-Cue-Effekt d. Schematisierungseffekt e. Imagery-Effekt

richtig: a,b


39. Welche der folgenden, im Experiment beobachteten Phänomene lassen sich auf den Retrieval-Cue-Effekt zurückführen? a. Figuren, die aus dem Gedächtnis nachgezeichnet werden sollten, ähnelten einem bei der Vorgabe genannten Objekt (z. B. „Sieht aus wie eine Brille“) häufiger als in der Kontrollbedingung ohne diesen Hinweis. b. Zu lernende Wörter werden besser im Gedächtnis behalten, wenn sie zuvor auf die eigene Person bezogen wurden. c. Ereignisse, die zusammen mit Merkmalen der Situation (z. B. Häufigkeit, Ort, beteiligte Personen) notiert wurden, konnten mithilfe von drei dieser Merkmale nach 5 Jahren noch zu 60 % reproduziert werden. d. Bei der Wiedergabe eines gelesenen Textes wurde nach drei Monaten knapp die Hälfte der Aussagen reproduziert, während der Rest durch Schlussfolgerungen ergänzt wurde. e. Die Merkleistung wird durch die Verknüpfung des zu lernenden Wortes mit einem dazu vorgestellten Bild gesteigert.

richtig: a,c


40. Welche der folgenden Aussagen treffen auf das Speichern im Langzeitgedächtnis zu? a. Je origineller und unverwechselbarer der Lerninhalt ist, desto leichter gelingt die Einprägung. b. Man sollte nach dem Lernen nicht sofort schlafen gehen, da das Gelernte so teilweise wieder verloren geht. c. Ein mittleres allgemeines Aktivierungsniveau beim Lernen ist besser als ein hohes allgemeines Aktivierungsniveau. d. Um den unerwünschten Primacy-Effekt zu vermeiden, sollten viele Lernpausen eingelegt werden.

richtig: a,c,e


Gruppe 3

Richtige Lösungen: 1) 0;b;c;0;0 2) a;b;0;d;0 3) a;0;b;0;e 4) a;0;c;d;0 5) a;0;0;d;0 6) a;b;0;0;e 7) a;0;0;d;0 8) 0;0;c;d;0 9) a;b;0;0;0 10) a;b;c;0;e 11) a;b;0;0;e 12) a;b;c;d;0 13) a;b;0;d;0 14) a;0;c;0;e 15) a;0;c;0;0 16) 0;b;0;d;e 17) a;0;c;d;e 18) 0;b;0;d;e 19) 0;b;c;0;e 20) 0;b;0;0;e 21) 0;a;b;0;0 22) a;0;c;d;0 23) a;b;c;0;0 24) a;0;0;d;0 25) a;b;0;d;0 26) a;0;c;d;e 27) 0;0;c;0;0 28) 0;b;c;d;0 29) a;b;0;0;e 30) a;b;c;0;0 31) 0;0;0;d;0 32) 0;0;c;d;e 33) a;0;0;d;e 34) 0;0;0;0;e 35) 0;0;c;d;0 36) 0;0;c;d;e 37) a;b;c;0;0 38) a;0;c;0;0 39) 0;0;c;0;e 40) 0;0;c;d;e

1. Thatcher Gesichter. Welche Aussagen treffen zu? a. Thatcher Gesichter beziehen sich auf eine spezifische Gesichtwahrnehmungsstörung die nach der an dieser Störung leidenden, früheren britischen Premierministerin benannt wurde. b. Thatcher Gesichter wirken auf den ersten Blick normal wenn sie auf dem Kopf stehen. c. Bei Thatcher Gesichtern wird der Augen- und Mundbereich jeweils um 180° gedreht, wieder an seine ursprüngliche Position eingesetzt und das gesamte Bild wieder um 180° gedreht. d. Thatcher Gesichter beziehen sich auf eine seltene Gesichtslähmung an der die frühre britische Premierministerin leidet, die auf den ersten Blick von den meisten Personen nicht wahrgenommen wird. e. Thatcher Gesichter wirken auf den ersten Blick normal wenn sie richtig herum stehen.

2. Modelle der Cognitive Science sind: a. Konnektionistische Netzwerke b. Produktionssysteme c. Das Unterbewußte d. Semantische Netzwerke e. Reiz-Reaktions-Schemata

3. Was trifft auf die PQ4R Methode zu? a. Es soll eine grobe Gliederung der Inhalte durchgeführt werden. b. Es soll eine positive Beziehung zu den Lerninhalten aufgebaut werden. c. Es sollen eigene Formulierungen für die Lerninhalte gefunden werden. d. Drei der vier R stehen für „Read“ um auf die wichtige Funktion des verteilten Lernens hinzuweisen. e. Es soll eine Beziehung zu anderen Wissensinhalten hergestellt werden.

4. Welche der folgenden Aussagen treffen auf das Speichern im Langzeitgedächtnis zu? a. Je origineller und unverwechselbarer der Lerninhalt ist, desto leichter gelingt die Einprägung. b. Man sollte nach dem Lernen nicht sofort schlafen gehen, da das Gelernte so teilweise wieder verloren geht. c. Ein mittleres allgemeines Aktivierungsniveau beim Lernen ist besser als ein hohes allgemeines Aktivierungsniveau. d. In der Einprägungsphase sollten logische Wechselbeziehungen zwischen den Lerninhalten hergestellt werden. Dies erleichtert eine eventuell notwendige Rekonstruktion der vergessenen Inhalte. e. Um den unerwünschten Primacy-Effekt zu vermeiden, sollten viele Lernpausen eingelegt werden.

5. Was trifft auf die Kognitive Neuropsychologie zu? a. Annahme der Modularität des kognitiven Systems b. Die meisten Patienten mit Gehirnschädigung können nicht sinnvoll nach Symptomgruppen kategorisiert werden. c. Aussagen über gesunde bzw. normale Personen (deren Gehirn nicht geschädigt ist), sind nicht möglich. d. Läsionsstudien und bildgebende Verfahren sind die wichtigsten Methoden. e. Schädigungen des Gehirns betreffen typischerweise alle kognitiven Module (z. B. Schlaganfall).

6. Für eine besonders hohe zeitliche Auflösung (im Sekunden- bzw. Millisekundenbereich) können in neuropsychologischen Experimenten folgende Verfahren eingesetzt werden: a. ERP (Event related potential EEG) b. MEG (Magnetenzephalographie) c. PET (Positronenemmissionstomographie) d. fMRI (Funktionale Magnetresonanztomographie) e. Single-unit-recording

7. Welche Aussagen lassen sich über Schlafphasen machen? a. Während des Schlafes durchläuft man mehrere Traumphasen. b. Im wachen, aufmerksamen Zustand zeigen sich überwiegend Alpha-Wellen. c. Alle Schlafphasen sind etwa gleich lang. d. Die Traumphasen werden auch als REM-Schlaf bezeichnet. e. Delta-Wellen sind typisch für entspannte, schläfrige Wachzustände.

8. Für welche Bereiche der Wahrnehmung ist das vestibuläre System zuständig? a. Richtungshören b. Schmerz c. Bewegung im Raum d. Empfindung der Schwerkraft e. Berührung

9. Was ist das Wahrnehmungsmodell von Marr? a. Es handelt sich um die Computational Theory of Vision. b. Eine dreidimensionale Repräsentation des wahrgenommenen Objektes wird in mehreren Stufen aufgebaut. c. Alle zur korrekten Wahrnehmung notwendige Information ist in der Umwelt enthalten. d. Wahrnehmung und Handlung bedingen einander gegenseitig. e. Im Bild vorhandene Texturgradienten oder optische Flussmuster erzeugen eine dreidimensionale Wahrnehmung.

10. Was sind wichtige biologische Grundlagen des Sehens? a. Visuelle Information wird im Kortex parallel nach den Aspekten Form, Farbe, Bewegung und Tiefe verarbeitet. b. Es existiert ein eigenes Areal zur Richtungs- und Geschwindigkeitsbestimmung. c. Im Cortex (Okzipitallappen) befinden sich primäre, sekundäre und tertiäre visuelle Projektionsfelder. d. Die Verarbeitung von Form, Farbe, Bewegung und Tiefe erfolgt zeitlich aufeinander folgend. e. Die Reizverarbeitung erfolgt simultan auf einem parietalen Pfad (Lokalisation: „Wo?“) und einem temporalen Pfad (Interpretation „Was?“).

11. Welche der folgenden Aussagen wären auf Grund der Gestaltgesetze richtig? a. Objekte, die sich nahe beisammen befinden, werden meist als Teil derselben Form empfunden. b. Einander ähnliche Figuren werden öfter zu Reihen zusammengefasst als unterschiedliche Symbole. c. Unregelmäßige Formen werden gegenüber stereotypen Figuren (z. B. Kreisen) bevorzugt. d. Waagrechte Reihen werden eher gebildet als senkrechte. e. Synchron bewegte Objekte werden als Teil einer Gruppe empfunden.

12. Aufgrund welcher Merkmale werden Figur und Hintergrund unterschieden? a. Dunkle Flächen werden als Hintergrund gesehen. b. Flächen mit konvexen Konturen werden als Figuren wahrgenommen. c. Symmetrische Flächen werden als Figur gesehen. d. Vollständig umschlossene Flächen werden als Figur wahrgenommen. e. Blaue Flächen werden als Hintergrund wahrgenommen.

13. Was trifft auf die Theorien zur Objektwahrnehmung zu? a. Die „Recognition-by-components Theory“ (Biederman, 1987) geht von verschiedenen geometrischen Grundelementen („geons“) aus. b. Konkave (nach innen gewölbte) Konturverläufe führen zu einer Segmentierung von Figuren. c. Es gibt mehr als 1000 verschiedene Geone. d. Die Gestalt von Tieren bzw. Menschen ist laut Marr & Nishihara (1978) aus Zylindern („cones“) aufgebaut. e. Die aus den Geonen aufgebauten Figuren können ohne Zugriff auf das Gedächtnis und auf semantisches Wissen als konkrete Objekte interpretiert werden.

14. Farbempfindung – Zapfenerregung a. Primaten haben drei Zapfenarten. b. Hunde haben nur Stäbchen. c. Vögel haben mehr als drei Zapfenarten. d. Goldfische haben zwar keine Zapfen, aber dafür farbempfindliche Stäbchen. e. Rinder haben zwei Zapfenarten.

15. Ereigniskorrelierte Potentiale (Event-relatet potentials). a. Die Ableitung der Gehirnströme bei der Wahrnehmung eines Reizes sieht aufgrund von Störeinflüssen immer etwas anders aus. b. Die Ableitung der Gehirnströme bei der Wahrnehmung eines Reizes sieht immer gleich aus. c. Legt man die einzelnen Ableitungen zu einem Reiz übereinander erhält man erst das idealtypische Potential. d. Event relatet-potentials sind das gleiche wie single-unit recordings. e. Legt man die einzelnen Ableitungen zu einem Reiz übereinander verschwindet die Kurve gänzlich.

16. Welche Tiefencues sind in jeder Entfernung wirksam? a. Akkomodation der Augen b. Verdeckung von Objekten c. Höhe im Gesichtsfeld d. Texturgradienten e. Relative Größe

17. Welche Bewegungen des Auges laufen ab, während es einen Punkt fixiert und zu einem anderen Punkt überwechselt? a. Nystagmus (Tremor) b. Biological Movements c. Drift d. Mikrosakkaden e. Sakkadensprünge

18. Welcher der folgenden Empfindungen werden mit dem gustatorischen System wahrgenommen? a. Fruchtig b. Süß c. Scharf d. Salzig e. Bitter

19. Aus welchen Farben werden alle wahrgenommenen Farbtöne laut Drei-Farben-Theorie zusammengesetzt? a. violett b. blau c. rot d. gelb e. grün

20. Welche der Folgenden Aussagen zum massierten und verteilten Lernen sind richtig? a. Massiertes Lernen führt nie, zu keinem Zeitpunkt zu besseren Resultaten als verteiltes Lernen. b. Bei verteiltem Lernen werden die Lerninhalte auf lange Sicht besser behalten. c. Massiertes Lernen ist in jedem Fall dem verteilten Lernen vorzuziehen. d. Verteiltes Lernen sollte nach Möglichkeit vermieden werden, das dies zu Interferenzen im Lernmaterial führt. e. Bei verteiltem Lernen sollte die erste Wiederholung schon bald nach der ersten Einprägung stattfinden.

21. Was trifft auf die Körperwahrnehmung durch Mechanorezeptoren zu? a. Mechanorezeptoren sind auch für die Schmerzempfindung verantwortlich. b. Die Zwei-Punkte-Schwelle dient als Maß für die Dichte der Tastrezeptoren in einem Körperteil. c. Homunculi stellen die Lage der Rezeptoren in Bezug auf die jeweiligen Körperteile im Gehirn dar. d. Die durch die Homunculi dargestellten Areale entsprechen den realen menschlichen Körperproportionen. e. Wade und Oberschenkel verfügen über besonders viele Mechanorezeptoren.

22. Was sind Grundannahmen bezüglich der Aufmerksamkeit? a. Die Kontrolle der Aufmerksamkeit erfolgt sowohl durch Bottom-up Prozesse als auch durch Top-down Prozesse. b. Die Bottom-up Kontrolle wird auch als „goal driven“ bezeichnet. c. Bei der freien Betrachtung von Objekten (ohne Instruktion oder Frage) ist die Bottom-up Kontrolle entscheidend. d. Aufmerksamkeit wird sowohl intern (goal driven) als auch extern (stimulus driven) kontrolliert. e. Die Bottom-up Kontrolle ist für die Beantwortung konkreter Fragen zu Bildern (z. B. Wie alt ist die dargestellte Person?) entscheidend.

23. Was trifft auf das dichotische Hören zu? a. Die Nennung des eigenen Namens lenkt die Aufmerksamkeit häufig auf das vorher nicht beachtete Ohr. b. Semantische Zusammenhänge lenkten die Aufmerksamkeit in manchen Experimenten auf das vorher nicht beachtete Ohr. c. Bei Experimenten zu diesem Thema werden Versuchspersonen aufgefordert, ihre Aufmerksamkeit auf ein Ohr zu konzentrieren („shadowing“). d. Die Versuchspersonen können auch die mit dem anderen Ohr aufgenommenen Informationen gut wiedergeben. e. Veränderungen physischer Merkmale (z. B. Stimmwechsel von männlich zu weiblich) fallen kaum auf.

24. Welche der folgenden Aussagen entsprechen dem Flaschenhals-Modell? a. Der sensorische Input beträgt 109 bit/sec. b. Die Menge der an die Umwelt abgegebenen Information entspricht der Größe des Bewusstseinsinhaltes. c. Es wird mehr Information an die Umwelt abgegeben, als ursprünglich aufgenommen wurde. d. Die selektive Filterung erfolgt aufgrund der physischen Charakteristika der Stimuli e. Die Filterung erschwert die weitere semantische Verarbeitung.

25. Was sind die wesentlichen Merkmale des Modells des globalen Arbeitsspeichers? a. Verbindungsnetzwerk („Global Workspace“) koordiniert Aktivitäten b. Es gehört zu den Synthesetheorien der Aufmerksamkeit. c. Es gehört zu den Filtertheorien der Aufmerksamkeit. d. Teile (Module) des Netzwerks erfüllen Spezialaufgaben e. Die einzelnen Module des Netzwerks können jede beliebige Aufgabe erfüllen.

26. Worin besteht die Rolle des Frontalkortex bei der Aufmerksamkeitssteuerung? a. Selektive Aufmerksamkeitsausrichtung b. Sprachwahrnehmung c. Hemmung störender Information d. Aufrechterhaltung aufgabenrelevanter Information e. Planung neuer Handlungssequenzen

27. Farbenblindheit a. Rotgelbblindheit ist bei Männern häufiger als bei Frauen. b. Grüngelbblindheit ist bei Männern weiter verbreitet als bei Frauen. c. Rotgrünblindheit ist bei Männern weiter verbreitet als bei Frauen. d. Blaugelbblindheit ist bei Frauen weiter verbreitet als bei Männern. e. Rotblaublindheit ist bei Männern und Frauen in etwa gleich häufig

28. Was sind die für das Gedächtnis wesentlichen Gehirnstrukturen, und welche Aufgaben haben sie? a. Der Hirnstamm kontrolliert die emotionalen Reaktionen. b. Der Hirnstamm kontrolliert das Aktivierungsniveau. c. Der Hippocampus ist wesentlich für die Konsolidierung von Lerninhalten. d. Das Großhirn dient der Speicherung und Klassifikation von Lerninhalten. e. Das Limbische System kontrolliert vegetative Reflexe.

29. Im Experiment von Brenner (1973) saßen 11 Paare von Versuchspersonen im Kreis. Jeweils eine Person musste ein Wort vorlesen, während die andere Person nur zuhören sollte. Welche Beobachtungen wurden in diesem Experiment gemacht? a. Das Wiedererkennen der Wörter fiel den Versuchspersonen leichter als das Reproduzieren. b. Die Versuchspersonen konnten das von ihnen selbst vorgelesene Wort am besten reproduzieren. c. Die Merkleistung der Personen, die nur zuhören sollten, war bei allen Wörtern besser. d. Die Personen, die selbst ein Wort vorlesen mussten, konnten sich an die anderen Wörter umso besser erinnern, je kürzer sie vor dem eigenen „Auftritt“ vorgelesen wurden. e. Die Ergebnisse des Experiments wurden auf die hohe Aktivierung der Personen beim Vorlesen zurückgeführt.

30. Bei Beschädigung der Hippocampi kommt es zu Amnesien. Welche der folgenden Aussagen sind richtig? a. Eine Amnesie ist ein Gedächtnisverlust in Folge von Verletzung, Krankheit, Drogenmissbrauch (und anderen Beeinträchtigungen des Gehirns). b. Der Gedächtnisverlust ist dauerhaft. c. Erkenntnisse über das Auftreten von Amnesien wurden bei Patienten gewonnen, denen die Hippocampi operativ entfernt wurden (z. B. zur Behandlung von Epilepsie). d. Bei einer Beschädigung der Hippocampi kommt es zu einem Verlust des Altgedächtnisses, d.h. der Gedächtnisverlust bezieht sich auf die Zeit vor der Beeinträchtigung. e. Die generelle Intelligenz der Person ist ab dem Auftreten der Amnesie stark beeinträchtigt.

31. Worin besteht der Speichermechanismus Langzeitpotenzierung? a. Wird eine Nervenzelle von einer anderen Nervenzellen erregt, speichert sie langzeitig diese Erregung. b. Wenn eine Nervenzelle nicht durch das Signal einer anderen Nervenzelle gehemmt wird, wird ihr Output auf Dauer immer größer. c. Verbindungen zwischen Nervenzellen werden geschwächt, wenn eine der beiden Zellen durch eine dritte Nervenzelle erregt wird. d. Verbindungen zwischen Nervenzellen werden verstärkt, wenn beide gleichzeitig erregt sind. e. Wird eine Nervenzelle von zwei Nervenzellen erregt, wird nur die Verbindung zu jener Zelle verstärkt, die das höhere Aktivitätsniveau hat.

32. Im Lernexperiment von Pirolli & Anderson (1985) mussten Versuchspersonen 25 Tage lang einfache Sätze (z. B. Der Arzt erschoss den Rechtsanwalt.) lernen. Durch die Vorgabe von korrekten und falschen Sätzen wurde täglich das Wissen der Versuchspersonen überprüft. Was trifft auf dieses Experiment zu? a. Nach einigen Übungstagen zeigte sich keine Verbesserung mehr. b. Das Experiment widerlegte das Potenzgesetz des Lernens („power law of learning“). c. Die Zeit bis zur Entscheidung, ob der Satz gelernt wurde oder nicht, diente als Kriterium für den Lernfortschritt. d. Die Reaktionszeit nahm mit der negativen Potenz der Übungstage ab, d. h. sie wurde immer geringer. e. Der beobachtete Verlauf des Lernerfolges entspricht dem Potenzgesetz des Lernens („power law of learning“).

33. Geteilte Aufmerksamkeit: Die Mehrfachaufgaben-Performanz gelingt besser wenn: a. Die Aufgaben einander unähnlich sind b. Die Aufgaben einander ähnlich sind c. Man in den Aufgaben nicht trainiert ist d. Man in den Aufgaben gut trainiert ist e. Die Aufgabe leicht ist

34. Ikonisches Gedächtnis a. Eidetiker sind Menschen bei denen das ikonische Gedächtnis schwächer ausgeprägt ist als bei der Durchschnittsbevölkerung. b. Eidetiker sind vorwiegend unter älteren Menschen zu finden. c. Ikonisches Gedächtnis und Eidetiker haben nichts miteinander zu tun. d. Eidetiker können sich große Mengen an verbal vermittelten Inhalten merken. e. Eidetiker können sich große Mengen an visuell vermittelten Inhalten merken.

35. Welche Aussagen treffen auf das Ultrakurzzeitgedächtnis oder auf das Kurzzeitgedächtnis zu? a. Im Kurzzeitgedächtnis werden ausschließlich bildliche Inhalte behalten. b. Ein besonders leistungsfähiges Ultrakurzzeitgedächtnis tritt fast ausschließlich bei Erwachsenen auf. c. Eine Person mit einem sog. „fotografischen“ Gedächtnis ist in der Lage, ein gesehenes Beispielbild später wahrnehmungsgetreu zu beschreiben. d. Das Ultrakurzzeitgedächtnis wird auch Sensorisches Gedächtnis genannt. e. Informationen werden über einige Minuten hinweg im Kurzzeitgedächtnis behalten.

36. Welche der folgenden Aussagen treffen (nach dem Modell von Anderson, 1983) auf die Funktionsweise des Arbeitsgedächtnisses zu? a. Die Speicherung neuer Daten erfolgt unabhängig von der Tätigkeit des Arbeitsgedächtnisses. b. Das Arbeitsgedächtnis gibt Ausführungsimpulse an das prozedurale Gedächtnis weiter. c. Das Arbeitsgedächtnis interpretiert die aus der Außenwelt aufgenommenen Daten durch Abruf von Fakten aus dem deklarativen Gedächtnis. d. Das Arbeitsgedächtnis entscheidet über die Ausführung von im prozeduralen Gedächtnis gespeicherten Verhaltensweisen (z. B. Fertigkeiten). e. Die Interaktion mit der Außenwelt findet über das Arbeitsgedächtnis statt.

37. Was sind korrekte Aussagen über das Langzeitgedächtnis? a. Wort-, Objekt- und Raumformen gelten als Inhalte des perzeptiven Gedächtnisses. b. Begriffe und Assoziationen zwischen ihnen sind Teil des semantischen Gedächtnisses und können durch semantische Netzwerke dargestellt werden. c. Deklarative Gedächtnisinhalte werden als explizit, perzeptive und prozedurale Inhalte als implizit bezeichnet. d. Episodische Inhalte werden im prozeduralen Gedächtnis gespeichert. e. Konditionierung und Fertigkeiten sind Inhalte des deklarativen Gedächtnisses.

38. Welche der folgenden Effekte werden bei der Festigung von Wissen („Storage“) wirksam? a. Konsolidierungseffekt b. Schematisierungseffekt c. Interferenzeffekt d. Imagery-Effekt e. Retrieval-Cue-Effekt

39. Welche der folgenden, im Experiment beobachteten Phänomene lassen sich auf den Retrieval-Cue-Effekt zurückführen? a. Bei der Wiedergabe eines gelesenen Textes wurde nach drei Monaten knapp die Hälfte der Aussagen reproduziert, während der Rest durch Schlussfolgerungen ergänzt wurde. b. Die Merkleistung wird durch die Verknüpfung des zu lernenden Wortes mit einem dazu vorgestellten Bild gesteigert. c. Figuren, die aus dem Gedächtnis nachgezeichnet werden sollten, ähnelten einem bei der Vorgabe genannten Objekt (z. B. „Sieht aus wie eine Brille“) häufiger als in der Kontrollbedingung ohne diesen Hinweis. d. Zu lernende Wörter werden besser im Gedächtnis behalten, wenn sie zuvor auf die eigene Person bezogen wurden. e. Ereignisse, die zusammen mit Merkmalen der Situation (z. B. Häufigkeit, Ort, beteiligte Personen) notiert wurden, konnten mithilfe von drei dieser Merkmale nach 5 Jahren noch zu 60 % reproduziert werden.

40. Welche Aussagen treffen auf die Mnemotechnik Hakenwort-Methode zu? a. Die Hakenwort-Methode basiert auf dem Wiederholungseffekt. b. Die Hakenwort-Methode eignet sich ausschließlich für das Lernen mehrstelliger Zahlen. c. Die Hakenwort-Methode basiert auf dem Imagery-Effekt. d. Einer Ziffer entspricht jeweils ein bildlich vorzustellendes Objekt. Diese Objekte können miteinander kombiniert werden, um sich eine zu merkende Zahl bildlich vorstellen zu können. e. Die Hakenwort-Methode verbessert die Merkleistung nur dann, wenn die Lernzeit für die Entwicklung der bildlichen Vorstellung ausreicht (mind. 4 Sekunden).

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