Skriptum:Bühnenlicht (Krzeszowiak Tadeusz)

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Inhaltsverzeichnis

Geschichte der Beleuchtung

● 500 v. Chr → Griechenland: Beginn d. europäischen Theaters, kommt aus dem religiösen Kult zu Ehren des Gottes Dyonisos, Ziel --> Belehrung durch Theater
Orchestra = runde Spielfläche Theatron = Zuschauerraum Scene = Podium auf dem Protagonisten stehen
(vor der Scene entsteht später ein Gebäude Frontalscene in dem Deko, Maschinen u. Garderobe aufbewahrt werden)
Hauptlichtquelle --> Sonne, künstliche Beleuchtungsmittel nur als Verbindungselement zwischen Mensch u. Göttern (Feuereffekte, Öllampen)
- Masken: Theater war den Männern vorbehalten, sowohl als Zuschauer als auch als Schauspieler (Frauenrollen), daher große Masken damit man sie sehen konnte aus d. Entfernung
- Kothurnen = spezielle Schuhe die Schauspieler größer wirken liessen
● 100 v. Chr. → römisches Theater, deus ex machina
Lichtquellen --> Sonne, Öllampe, Fackeln, NEU! Kerze
● 10 Jh. n. Chr. → Mittelalter, Theater wird in der Kirche gespielt
Lichtquellen --> Sonne, Erste Farbfilterwirkung: bricht durch die bunten gotischen Fenster
● 13. Jh. n. Chr. → Theater wandert aus der Kirche auf den Marktplatz
Simultanbühnen = Podeste auf denen gespielt wird Nachtszenen wurden durch Requisiten symbolisiert (Nachthemd, schwarzes Tuch)
● Spätmittelalter
Idee eines Theaterscheinwerfers von Leonardo Da Vinci --> er nahm eine Kerze und eine Flasche mit Krümmung gefüllt mit Wasser (Wirkung wie Sammellinse) und Stoffe die das Wasser färben (Lakmus/Blau, Safran/Gelb-orange etc...)
Trennung zwischen Theater auf der Insel und dem Kontinent.
Insel > Shakespeare Freiluftbühne
Kontinent > Orchestergraben, vordere Bühne flach auf ihr wird gespielt, dahinter schräge Bühne nicht bespielt nur für die Kulissen, Licht. (S. 14 Skript)
- Schusterkugel (Da Vinci) = Kerze und Kugel die mit Wasser befüllbar war, auch färbbar. Erstmals Hell-/Dunkelregelung möglich durch Rauf- u. Runterziehen des Zylinders der über die Kerze gestürzt werden konnte
- Sophitenlichter = zur Beleuchtung der Dekorationen (Kulissenbeleuchtung)
1820/30 kam die Gasbeleuchtung: Petroleumlampe hatte folgende Dochtentwicklungen: Flachdocht, Außendocht, Zylinderdocht. Laterna magica und halbdurchsichtige Folien für Lichteffekte. Elektrische Beleuchtung Ende 19.Jh durch Thomas Edison.

Bühne

Hauptvorhang = Kurtine / Eiserner Vorhang dahinter/ Portal
Verschiedene Züge:
- Hubvorhang (deutscher Zug) – Teilvorhang (griech.) – Raffvorhang (ital.) - hebbarer Raffvorhang (franz.) - Wagner-Vorhang (mittig gerafft) - Wolkenvorhang (Revue/Kabaret)
Orchestra = runde Spielfläche Theatron = Zuschauerraum Scene = Podium auf dem Protagonisten stehen
Rundhorizont (=Bühnenhimmel)
Prospekt (=Bühnenhintergrund)

1) Grundbeleuchtung: Allgemeine Erhellung des Bühnenraums in versch. Farben. Besteht aus: Oberlicht → an Portalbrücke und Beleuchtungszügen & Fußlicht → an der Vorderkante der Spielfläche
2) Horizontbeleuchtung: Ausleuchtung der großen Horizontflächen (schließen Bühnenraum seitlich/nach hinten ab) → oft in Form eines Prospekts, der von vorne im Auflicht oder von hinten im Durchlicht beleuchtet ist.
3) Spielflächenbeleuchtung: Meist für die Beleuchtung der horizontalen Bühnenflächen → hängen an den Beleuchtungszügen (Bühnenraum) & l+r an den Arbeitgalerien & Portalbrücke.
4) Vorbühnenbeleuchtung: (wie der Name schon sagt) → befinden sich vor dem Hauptvorhang im Zuschauerraum, in der Decke, in Beleuchtungsständern und an den Seiten im Proszenum oder Rinnen
5) Effektbeleuchtung: spezielle Gruppe der Beleuchtungsapparate, die an versch. Orten auf der Bühne und im Zuschauerraum montiert sind - auf Stativen/fahrbaren Gestellen.

Psychophysiologie des Sehens

Sehsystem → - Auge - Sehnerv - Sehrinde
Adaption der Linse: Die Lidmuskeln erlauben der Linse die Krümmung zu verändern → Scharfsehen. Die Linsenkrümmung ist stärker wenn man nahe Gegenstände beobachtet, als bei entfernten Gegenständen.
Fotorezeptoren (in der Netzhaut) =
● Zäpfchen: sind für das Farbsehen verantwortlich (3 Gruppen: ROT GRÜN BLAU), in diesem Bereich größte Schärfe empfindliche

● Stäbchen: sehen nur in Graustufen, es gibt mehr Stäbchen als Zäpfchen daher sind sie 3 x empfindlicher auf Licht, entlang der Achse gibt es keine Stäbchen nur links und rechts davon. In der Peripherie nehmen wir in der Dunkelheit mehr Farben wahr!
Ob wir färbig oder grau sehen ist abhängig von der Leuchtdichte. Adaptionshelligkeit:
Ist es hell, adaptiert sich das Auge zum Tagessehen, ist es dunkel, zum Nachtsehen (in Graustufen) .
- Tagessehen (fotopische Adaption) --> Zäpfchen (färbig)
- Nachsehen (skotopische Adaption) --> Stäbchen (grau)
- Dämmerungssehen (mesopische Adaption) --> S &Z (Mischsehen)
Von roten Strahlern werden von uns nur 20% Helligkeit wahrgenommen, d.h. wir bräuchten 5 Strahler um dieselbe Helligkeit zu erreichen wie mit gelben Strahlern. (S.35 unten)
Purkyne-Effekt = das unterschiedliche Helligkeitsempfinden von Farben bei Tag und Nacht
Sehverhältnis:
rechtes Auge: wir sehen von der Sehachse nach rechts 100° und nach links (nasal) ca. 60°
beide Augen sehen gesamt
120° (vertikal) 12 6 3
-------------------- = ---- = ---- = ---- => Goldener Schnitt
200° (horizontal) 20 10 5

Licht und Farben

Definition Licht = sichtbare elektromagnetische Strahlung im
► Spektrum des sichtbaren Lichts = 380 nm – 780 nm
(Ultraviolett) Violett, Blau, Türkis, Grün, Gelb, Orange, Rot (Infrarot)
380nm 533 nm 780nm
Vor 380 und nach 780 nm kann das menschl. Auge elektromagn. Strahlung nicht mehr wahrnehmen. Der goldene Schnitt liegt bei 533nm. (→ zusätzl. Hormone!)
►Merkmale von Farben:
- Farbton → nm - Farbsättigung → % - Leuchtdichte

Additive Farbmischung: Art der Farbmischung der 3 Farben RGB durch Hinnzufügung. Leuchtdichten der Farbmischung werden addiert. Summe aller Farben ergibt weiß.
Subtraktive Farbmischung:
Heißt eigentlich multiplikative Farbmischung, weil sich die einzelnen Farbfilter miteinander multiplizieren.
Cyan, Magenta, Gelb. Optisches System der Farbmischung, in dem bestimmte Wellenlängen aus dem kontinuierlichen Spektrum des weißen Lichtes nacheinander ausgefiltert werden.
Praktisch umgesetzt: 1 Lichtquelle u. mind. 2 Farbfilter hintereinander werden aufgestellt.
Die Leuchtdichte der Farbmischung ist ein Produkt der Leuchtdichte der Lichtquelle und der Durchlässigkeit der einzelnen Farbfilter. Bei jeder Variante der Mischung der Farbfilter nimmt demnach die resultierende Leuchtdichte ab.
Bei allen drei im Lichtgang eingesetzten Farbfiltern ist die Leuchtdichte 0 → schwarz als optischer Eindruck.
Es werden durch Absorption komplementärfarbige Spektralbereiche herausgefiltert, es entstehen als Sekundärfarben an den überschneidenden Stellen Rot, Grün und Blau. Die Durchlässigkeit der Filter ist weniger als 1.
Leuchtdichte Farbmischung = Leuchtdichte Lichtquelle / Durchlässigkeit Farbfilter

Farbmodelle

● Leonardo da Vinci/Leon Battista Alberti

4 Primärfarben > Gelb, Grün, Blau, Rot, werden zu weiß od schwarz
Festgelegt durch: Lux clara → Helligkeit Lux obscura → Dunkelheit
● Newton → 17./18.Jh, Kreis v. Spektralfarben

● Goethe → 18./19. Jh, Ring aus Grundfarben

● Schopenhauer → 18./19. Jh, braun-orange-gelb-grün-blau-violett

● Runge → 18./19.Jh, Kugel bei der alle Farben in schwarz od. weiß enden
● Klee → 19./20.Jh, Pentastruktur ● Itten (1888-1964)



● CIE-Norm → Farbtafel 1931, wissenschaftl. ausgearbeitet für Beleuchter, Dreieck-Form. Jeder Punkt repräsentiert eine Farbart, Farbarten können sich nur durch ihre Helligkeit unterscheiden. Bei x= 0,333 u y= 0,333 liegt weiß unbunt bzw. grau bis schwarz je nach Helligkeit. Die Randkurve wird v. den gesättigten Spektralfarben gebildet. Verbindet man den Unbuntpunkt mit einer Spektralfarbe, liegt auf dieser Linie jeweils der gleiche Farbton in zunehmender Sättigung.

● NCS-System → 1964
● CIE Lab-System →1976

Mitte: a = 0 b = 0 L= 50 Mitte bis a+ = 0 bis +65 Mitte bis a- = 0 bis -65

Lichttechnische Größen

● Lichtstrom: lm Φ
Einer Glühlampe wird elektrische Leistung in Watt zugeführt und sie strahlt dadurch elektromagnetische Strahlung (ca. 30-40mV). Die elektromagnetische Strahlung die wahrgenommen wird ist der Lichtstrom.
● Lichtausbeute: lm/W
→ wieviel der zugeführten Leistung in Lichtstrom umgewandelt wird. (Wirtschaftlichkeit der Lampe). lm im Gegensatz zu cd nicht Richtungsabhängig!
Kerze > 2 lm/W
Glühlampe > 15-20 lm/W
Leuchtstofflampe > 50 lm/W (alte Generation) od. 110 lm/W (Hochfrequenz)
HMI > ca 100 lm/W
Niederdrucknatriumdampflampe > 200 lm/W (589nm fast Maximum d. menschl. Empfindlichkeit)
• Lichtausbeute: Gibt an wieviel elektrische Leistung in einen Lichtstrom umgewandelt wird. Einheit= lm/W

● Lichtstärke: (I) cd (candela)
Lichttechnische Größe einer Lichtquelle in einer Richtung. Der Lichstrom verteilt sich überall im Raum und die Helligkeit ist nicht überall gleich, daher ist die Lichtstärke immer abhängig davon von welcher Seite man die Lampe betrachtet.
● Beleuchtungsstärke: (E) lux
Gibt an wie stark eine Fläche beleuchtet wird, also die Stärke des auffallenden Lichtstromes in Relation zur Fläche. Unterschied: horizontale und vertikale BS. Verhältnis des nützlichen Lichtstroms zur Fläche lm
-------
Gemessen mit dem Luxmeter (Belichtungsmesser) m2 1 lm/m2 = 1 lux
● Leuchtdichte: (L) cd/m2
= Maß für Hell-/Dunkelempfindung, sagt aus wie hell eine Fläche ist / empfunden wird. Ist das Verhältnis zwischen der Lichtstärke, abgstrahlt von einer best. Fläche und der scheinbar in die Richtung des Beobachters leuchteneden Fläche.
ρ (rho) = Reflexionsgrad der Fläche τ (tau) = Transmissionsgrad, Durchlässigkeit
E = mittlere Beleuchtungsstärke α (alpha) = Absorptionsgrad
physiologische Blendung => zu hell für menschl. Auge, Iris kann sich nicht noch weiter schließen
Photometrisches Entfernungsgesetz: Die Beleuchtungsstärke (die durch das senkrecht auf eine Ebene fallende Licht einer punktförmigen Lichtquelle erzeugt wird) ist umgekehrt proportional dem Quadrat der Entfernung zwischen Lichtquelle und Ebene. Gilt nur, wenn der Scheinwerfer radial ausstrahlt!
l... Lichtstärke in cd r2... Entfernung in m

Linsen

Prismenförmig → zerteilt Licht in Spektralfarben
Stufenlinse → plankonvexe Linse mit abgestuften kreisförmigen Vertiefungen auf der ebenen Seite der Linse. Ähnliche Eigenschaften wie Fresnellinse.
Fresnelllinse → plankovexe Linse mit ring-/sägezahnförmigen Einkerbungen auf der Krümmungsseite. Vorteile: Gewichtsverringerung, verringerte Lichtabsorbtion (schluckt weniger Licht!). Hat allerdings stets einen weichen Rand bzw. ein diffuses Licht am Rand.
Zerstreuungslinse → entweder plankonkave, bikonkave oder konvex-konkave Linse. Der Rand ist jeweils immer dicker als das Zentrum. Parallel zur optischen Achse auf die Konkavlinse fallende Strahlen werden so gebrochen, als kämen sie von einem Punkt der Linse.
Sammellinse → Linse, bei der das Zentrum dicker ist als die Ränder. Parallel zur optischen Achse fallende Strahlen werden zerstreuend im Brennpunkt gesammelt.
Kondensor → ist eine Einheit aus mind. 2 Linsen. Lampe kann durch Drehknopf hinten am Scheinwerfer näher und weiter weg von der Linse bewegt werden (Schärfe!) um Lichtkegel größer/kleiner zu machen. Größerer Lichtverlust, allerdings bessere Lichtqualität → verringert Abbildungsfehler.

Spiegel

Kugelspiegel → wenn der Leuchtkörper im Brennpunkt des Spiegels steht, refletiert dieser, das nach hinten abgegebene Licht wieder auf den Leuchtkörper. Reflektion tritt neben dem Lichtbogen der Wendel auf. Einfallswinkel = Ausfallswinkel

Parabolspiegel → Strahlen fallen parallel zum Einfallswinkel zurück → gerichtetes, gleichförmiges Licht mit hoher Leuchtdichte! Gut für große Entfernungen oder als Verfolger.
Ellipsenspiegel → hat zwei Brennpunkte für einen bestimmten Typ Profilscheinwerfer entwickelt.

Filter

Befinden sich im Lichtgang und filtern aus dem Gesamtspektrum des Lichts Teile des farbigen Spektrums, die für sie charakteristisch sind oder ändern die Lichtabstrahlung.
Farbänderung: sind Farbfilter, dichroitische und Konversionsfilter
Helligkeitsregulierung: Graustufen- und Polarisationsfilter
Regulierung der Lichtqualität: Diffusionsfilter
• Dichroitische Filter: 2-farbiger Interferenzfilter (= Glasplatte mit Metallen bedampft). Je nach Schicht und Neigung zum Strahlengang wird eine bestimmte Wellenlänge durchgelassen (schneckenförmig!). Das Restlicht wird reflektiert statt absorbiert → weniger termische Belastung des Filters. Durch das Drehen des Filters kann stufenlos die Farbintensität reguliert werden. (subtraktive Farbmischung)
• Konversionsfilter: Für die Umwandlung von einem Farbwert in einen anderen. z.B. ein Bernstein kann die Farbtemperatur ändern (in warmes Licht)
• Graustufenfilter: Ein stufenloser Verlaufsfilter, dessen Beschichtung von einer durchsichtigen, klaren Anfangszone bis hin zu schwarz reicht. Je dünkler der Grauton, desto weniger Licht und Farbe werden durchgelassen.
• Polarisationsfilter: filtert eine Schwingungsebene der nicht polarisierten Strahlung heraus. Beim Einsatz eines zweiten Polarisationsfilters kann das Licht durch Drehen der Filter stufenlos ausgefiltert werden.
• Diffusionsfilter: Streufilter erzeugt eine weiche Beleuchtung ohne harte Ränder, je nach optischer Struktur ist der Rand größer, kleiner oder ellipsenförmig.

Lampen

2 Gruppen:

- Glühlampen (Temperaturstrahler) - Entladungslampen (Plasmastrahler)

• Glühlampe
Glaskolben mit Gasfüllung (meist Stickstoff + Argon) und Wolframwendel. Licht entsteht durch das Fließen elektr. Stromes durch die zum Leuchten gebrachte Wendel. Hat ein kontinuierliches Spektrum und funktioniert seit den 1960ern mit einer Halogentechnik (bis zu 200 Brennstunden).


● Leuchtstofflampen



= Niederdruck-Quecksilberdampf-Entladungslampe

Glas der Leuchtstoffröhre ist an der Innenseite mit fluoreszierenden Leuchtstoffen beschichtet, die die in der Entladungsröhre entstehende ultraviolette Strahlung in Licht umwandeln, z.B: Silikate, Wolframate, Phosphate. Je nach Zusammensetzung der Leuchtstoffe unterschiedliche Lichtfarben (z.B. warmweiß, kaltweiß, tagelichtweiß...). Farbtemperaturen zwischen 2800-6500 K.

Die Röhre ist mit Quecksilberdampf und etwas Edelgas als Zündgas gefüllt und an beiden Enden befinden sich Glühwendel-Elektroden aus Wolframdraht.

Hohe Lichtausbeute: bis ca. 110 lm/W (bei Betrieb mit Hochfrequenz 30-50 kHz).

Verschmelzungsfrequenz = je höher, desto weniger nimmt das menschliche Auge das „Lichtflackern“ wahr → zw. 100-120 Hz bei Wechselstrom.

● HMI – Halogen Metalldampflampen
HMI = Brenner gefüllt mit: H > Halogen/Quecksilber M > Metalle I > Jodide
Zwischen 2 Elektroden in Glasbrenner brennender Lichtbogen.
Ist eine Wechselstrom- Hochdruck-Entladungslampe; 5 min Anlaufzeit, plus Zündgerät und Vorschaltgerät (Strombegrenzer)
Hohe Lichtausbeute: bis zu 100 lm/W, Tageslichtfarbtemperatur ca. 6000 K


● Xenonlampen
Punktförmige, mit Gleichstrom betriebene Kurzlichtbogen-Entladungslampe die mit reinem Edelgas Xenon gefüllt ist. Das Xenon hat einen Überdruck. Der Strom wird von speziellen Netzgleichrichtern in Gleichstrom umgewandelt.
2 seitige Sockelung stumpfe massivere Anode u. spitze Kathode
Hohe Leuchtdichte, über Tageslichtfarbtemperatur 6500 K (bleibt „ein Leben lang“ gleich!), Lichtausbeute nur 30 lm/W, 3-5 min Anlaufzeit. → kontin. Spektrum

● Niederdruck-Natriumdampflampen
Gasentladungslampe mit Natriumdämpfen, U-förmig gebogener Brenner in einem Glaskolben der mit einer das infrarote Licht reflektierenden Schicht aus Indiumoxid beschichtet ist.
Zündgas = Neongas, Brenner heizt sich ca. 15 Minunten auf. Bei 270 °C verdampft kondensiertes Natriumgas und sorgt für die höchste Lichtausbeute von 200lm/W. Buchten in der Lampe sorgen dafür, dass sich die Na-Dämpfe gleichmäßig verteilen.
Es wird monochromatisches (einwelliges) gelb/oranges Licht um 590 nm ausstrahlt, das alle bunten Farben in Grautöne verwandelt, nur weiße Farbe wird gelb und gelb bleibt gelb.
Wirtschaftlichste Lichtquelle: Lichtausbeute 200 lm/W, (Anlaufzeit ca. 15 min)
● UV-A-Strahler (für Fluoreszenz-Effekte)
In Form von Leuchtstofflampen oder Quecksilberdampf-Hochdrucklampen. Besteht aus speziellem dunkelblauem Glasrohr, das innen mit einem Bariumsilikat-Leuchtstoff beschichtet ist. Dieser Leuchtstoff wandelt die Linenstrahlung in langwelliges UV-A (Maximum bei 365 nm) um. In Form von Quecksilberdampf-Hochdruckentladungslampe mit Quarzbrenner und Außenkolben aus speziellem Wood’schen Glas. Anlaufzeit 5 min.
• Leuchtioden
...ist ein elektr. Halbleiter, bestehend aus 2 Schichten. Fließt elektr. Strom in Durchlassrichtung, wird zwischen ihnen Energie frei und in Licht umgesetzt.
Stroboskop = Blitzlichtlampe/Gasentladungslampe mit Xenonfüllung. Sie erzeugt Blitzentladungen mit einer Frequenz, die unter der Verschmelzungsfrequenz des menschlichen Auges liegt → scheinbares Einfrieren der Bewegung.

Leuchten / Scheinwerfer

2 Gruppen: - Leuchten - Scheinwerfer
● Leuchten ist ein Beleuchtungsgerät, das in einem Gehäuse eine Lampe und einen Reflektor beeinhält. Sie haben keine Linse, großen Ausstrahlungswinkel bis zu 160° .
Reflektor oder Spiegel entweder :
› symmetrisch = Wenn Leuchte in der Mitte der zu beleuchtenden Fläche angebracht ist, wird diese Fläche gleichmäßig ausgeleuchtet
› asymmetrisch = Wenn es nicht möglich ist die Leuchte in der Mitte der zu beleuchtenden Fläche anzubringen. Dieser strahlt dann mehr Licht in die entferntere Richtung um gleichmäßig zu wirken
● Scheinwerfer: ist komplexer gebaut und verändert durch die eingebauten optischen Elemente (Spiegel, Lampe, Linse/Kondensor), die von der Lampe erzeugten Lichtstrahlen, kleiner Ausstrahlungswinkel (bis zu 80°).
● Parabolspiegelscheinwerfer
Scheinwerfer ohne Linse mit einem Parabolspiegel als Reflektor und besteht weiters noch aus einer Lichtquelle und Kugelspiegel als Rückspiegel. Dieser nimmt die divergenten Strahlen weg, so entsteht eine parallele Strahlung.
Strahlen verlaufen eng gebündelt, parallel, daher hohe Leuchtdichte und der Lichtspot ist von jeder Entfernung her gleich groß → Verfolgerscheinwerfer
Parallelität wird verstärkt durch schwarze Zylinder. Größe des Spots bleibt daher aus jeder Entfernung gleich (Anwendung: Freiluftbühnen)

Entweder mit koppenverspiegelter Niedervoltlampe ausgestattet

● Profilscheinwerfer:
durch die im Inneren befindlichen Blendenschieber („Schere“) kann man den Lichtkegel in beliebigen Formen begrenzen (z.B. Rechteck für Tür, Dreieck für Pyramide etc.).


● PAR-Scheinwerfer (Parabolic Aluminized Reflector)
Parabolspiegelscheinwerfer mit einer in einem zylindrischen Gehäuse montierten PAR-Lampe → bestehend aus Parabolspiegel, Lampe und Frontglas (statt Linse!!) ausgestattet. Wird oft verwendet, weil er ziemlich kostengünstig ist.
● Plan-convex Scheinwerfer:
Besteht aus Kugelspiegel, Lampe in der Mitte, beide sind miteinander gekoppelt und können zur Linse und von der Linse wegbewegt werden.
Bewegt man die beiden nah zur Linse ist der Lichtkegel größer u. breiter gestreut, bewegt man sie weiter weg wird er enger 2°-35°
Lichtkegel hat scharfen Rand
● Fresnellinsen-Scheinwerfer:
Weil durch die dicke der PC-Linse so viel Licht verloren geht wurde die Fresnel-Linse erfunden um Lichtverlust zu optimieren.
Weicher Rand des Lichtkegels, wegen Streuungen.
● Stufenlinsen-Scheinwerfer:
Hat die Bearbeitung mit den Einschnitten auf der Plan-Seite der Linse. Von der Charakteristk des Lichts her gibt es kaum Unterschiede, Stufenlinsen sind aber seltener, weil sie schwieriger zu fertigen ist; sie sind daher bereits fast ausgestorben.

Laser

Durch Anregung eines Gasgemischs oder Festkörpers entsteht eine bestimmte Wellenlänge → durch die optische Resonanz zwischen 2 Spiegeln kommt es zu einer vervielfachen Verstärkung in nur eine Richtung → ein Laserstrahl entsteht.
Merkmale: 1) Gebündeltes Licht (parallele Strahlung) 2) einfärbige Strahlung 3) kohärente Interferenz (Überlappung) 4) enorme Bestrahlungsstärke
Holographie
... ist ein Aufzeichnungs- und Wiedergabeverfahren 3-dimensionaler Strukturen auf eine Lichtempfindliche Platte. Die Struktur wird gespeichert und 3-dimensional wiedergegeben. Lichtquelle = Laser, der ein Objekt beleuchtet. Die reflektierten Strahlen und die direkten Strahlen des Lasers treffen auf die Lichtplatte. Zwischen den reflektierten und direkten Strahlen kommt es zur Interferenz. Dieses Interferenzmuster wird auf der Platte gespeichert.

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