Skriptum:Bioethik und Forschungsethik (Ladich Friedrich)
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Zusammenfassung der Folien von Ladich!
Inhaltsverzeichnis |
BIOETHIK
Bioethik: ethische Prinzipien im Umgang mit Lebewesen / Biosphäre
- Genetisch veränderte Organismen
- Tierethik
- Medizinethik (Stammzellforschung etc.)
Gentechnisch veränderte Organismen ? Pflanzen (=GVO = GMO)
EU kippt Anbauverbot von GVO in Österreich, zuletzt in OÖ (2007)
EUGh: "Republik Ö hat NICHT nachgewiesen, dass das Gebiet des Landes OÖ über ein ungewöhnliches oder einzigartiges Ökosystem verfügt"
Eigenschaften transgener Pflanzen
- Herbizidresistence
- Schädlingsresistenz
- Ertragssteigerung
Roundup Ready(TM) Soja:
Resistenz gegen Herbizid Glyphosat (Roundup)
Resistenzgen gegen Gl. aus Agrobacterium Tumefaciens in Soja eingeschleust
Golden Rice
Gene zur Bildung von ß-Carotin (Provitamin A)
hilft VitaminA-Mangel in Entwicklungsländern zu verringern
PRO: humanitärer Aspekt
CONTRA: Werbung für grüne Gentechnik, besser andere Gemüsesorten essen
CONTRA Grüne Gentechnik
Greenpeace:
- Gentech-Raps kreuzt mit Wildpflanzen aus ? Bildung von Super-Unkräutern
- Best. Gentech-Mais tötet Raupen
- Ev. Allergische Reaktionen nicht ausreichend getestet
Oaxaca:
= Ursprungsregion von Mais, dort Verbot von Auspflanzung von transgenem Mais
Jahre später trotzdem transgenes Material in natürlichen Maispflanzen nachgewiesen!
--> Auskreuzung mit nicht-GVOs bewiesen --> über Pollenflug?
Oberösterreich:
Statt Gentechnik-Verbotsgesetz jetzt Gentechnik-Vorsorgegesetz erlassen, von EU NICHT beanstandet:
- große Abstände zu Nachbarsfeldern müssen eingehalten werden
- Wiederherstellungs/Beseitigungspflicht für Anbauer
- Beschilderung des Feldes
--> Ziel: OÖ will Gentech-Freiheit auf Feldern bewahren
Gentech in Lebensmitteln
EU-Kennzeichnungsordnung: ab 2004 Kennzeichnungspflicht aller gentech-veränderten Lebensmittel & Zusätze
Problem: best. Prozentsatz nicht nachweisbar
KEINE Kenzeichnungspflicht von Fleisch von Tieren, die mit gentech-Futter gefüttert worden sind (Österreich importiert sehr viel Gentech-Soja zur Tierfütterung)
Bio-Landwirtschaft: Schwellenwert von 0.9% GVO-Inhalt, darunter als Nicht-Gentech deklariert, darüber Gen-verändert
Grund: nicht vermeidbar, weil oft bei Herstellung vonLebensmittel Kontakt mit Gentech-Zusätzen etc. (Zwischenprodukte wie Bierhefe, Enzyme für Käseherstellung)
Gentechnikfreie Tierprodukte
- Konventionelle Landwirtschaft:
--> gentechnikFREI gefütterte Tiere, KEINE Bio-Produkte
- Bio-Landwirtschaft
--> Gentechnikfreie Futtermittel verpflichtend!
Konflikt USA - Europa
USA: lächerlich, wissenschaftlich nicht bewiesen dass GVO gefährlich, Klage bei WTO, angebl. Risiko d. Auskreuzen gering (aber: siehe Oxaca)
- Risiko für Gesundheitsschäden gering, da besonders gut getestet
CONTRA:
- Gibt genug Lebensmittel auf der Welt, keine Notwendigkeit für GVO
- Einziger Nachteil: Gewinn der Konzerne geringer
- Gesundheitl. Auswirkungen nicht genug erforscht, z.B. Allergien
- Gefahr durch Auskreuzen
- Gefahr für Biolandwirtschaft (in Kanada Gen-Raps überall ausgebreitet, Bio-Bauern mussten aufgeben)
TIER-ETHIK
Ethische Prinzipien im Umgang mit Tieren
Tierschutz, Tierhaltung, Tierversuche, etc.
Welche tiere f welche zwecke i welchem ausmass
Veganismus:
Keine konsumation tierischer produkte (Fleisch, Milch, Eier, ..)
(seife, wolle, leder, ...)
VEGETARISMUS
Verzicht auf Fleisch/Fisch, aber nicht auf andere Tierprodukte
Fruganer
Ernähren sich ausschließlich von Pflanzen, die von Natur angebl. "freiwillig" hergegeben werden und nicht Pflanze zerstören (z.B. KEINE Wurzelteile, Spinat, Kartoffeln etc.)
TIERRECHTE
Es gibt KEINE internationale anerkannten Tierrechte!
--> Tiere haben KEIN RECHT auf unversehrtes Leben, Leben in Freiheit etc.
1948: Deklaration der MENSCHEN-Rechte von der UNO verabschiedet
Tierrechtler wollen dass Tieren ähnliche Grundrechte zugestanden werden, wollen dass Tiere als Rechtsperson anerkannt werden
Speziesismus: = Ungleichbehandlung von Tieren aufgrund Artzugehörigkeit (z.B. Wurm vs. Affe)
Hauptkriterium LEIDENSFÄHIGKEIT
Great Ape Project:
Mitglieder verlangten von UNO, Menschenaffen mit Menschen rechtlich auf eine Stufe zu stellen (analog zu Deklaration der Menschenrechte)
Kritik an Tierrechten
Tiere können keine moralischen Entscheidungen treffen
Sind daher nicht in der Lage, Rechte anderer zu respektieren, oder RECHTSKONZEPTE in irgendeiner Art zu verstehen
Tierschutzgesetz (TschG) in Ö
einheitl. Bundesgesetz seit 2005, davor 9 Landesgesetze
Ziel des Gesetzes:
Schutz d. Lebens u. Wohlbefindens d. Tiere
Tierquälerei:
Qualzüchtungen (z..B.Kampfhunde) verboten
Verbot von Stachelhalsbändern, Doping, Rodeo, ?
Es ist verboten, Tiere ohne VERNÜNFTIGEN GRUND zu töten
Verbot, Hunde und Katzen zur Gewinnung von Nahrung zu töten
Verbot von Eingriffen an Tieren
Verbot von Eingriffen, die nicht therapeutischen Zwecken dienen (z.B. Kupieren von Schwanz bei Hunden, oder Schnabel bei Hendln?)
Ausnahme: Verhütung der Fortpflanzung
Bewegungsfreiheit:
Dauernde ANBINDEHALTUNG bei Kühen verboten
(zumindest 90 Tage im Jahr muss geeigneter Auslauf gewährleistet werden)
Haltung v. Tieren in Zirkussen
Keine Haltung von Wildtieren!
Zoos:
Trotz Panda- und Knut-Hype: gibt es Berechtigung Tiere in Zoos zu halten:
--> von Tierschutzgesetz erlaubt, aber Haltungsbedingungen vorgegeben
Käfiggröße für Legehennen:
Legebatterien seit 2005 verboten (vor 2005 erbaute Legebatterien dürfen noch 15 Jahre verwendet werden)
EU-Richtlinie: für jede Henne muss bissi mehr als Fläche von DinA4-Blatt im Käfig vorhanden sein
Haltung v. Pelztierung verboten (zur Gewinnung von Pelz)
Hunde & Katzen dürfen zu Zweck d. Verkaufes nicht ausgestellt werden
Schlachtung
Ohne Betäubung vor Blutentzug (Schächten) verboten
Rituelle Schlachtungen (Schächten, Kosher): im Judentum / Islam Vorschrift
Rituelles Schlachten in Schweden, Norw., Island verboten!
Rinder:
Rutschfester grund, bestimmte spaltenböden
Anbindehaltung zulässig unter best. ausnahmen
Freilaufstall
Katzen:
- Dürfen nicht in Käfigen gehalten werden, keine Anbindehaltung erlaubt
- Sind in ausreichender Menge mit geeignetem Futter und Wasser zu versorgen
- Katzengras (aus Amsterdam) zur Verfügung stellen
Nagetiere: Käfig muss groß genug sein, mehrmals wöchentl. Auslauf gewähren
Wichtig: Käfige müssen rechteckig sein!
Eigene Regeln für Chinchilla und Krokodile
Viele Tiere außerhalb von Zoo verboten (z.B. Wale, Menschenaffen, Nashörner, ?)
TIERVERSUCHE
200 Mio Tiere pro Jahr weltweit verwendet
Gesundheitl. Standard beruht auf Tierversuchen
Zur Testung der Sicherheit von Chemikalien, Arzneimitteln
Inkl. Überprüfung von Embryonen (z.B. Contergan)
Verwendete Tiere: Am meisten Mäuse, dann Ratten, Kaninchen & Fische
Kosmetika
Möglich auf Tierversuche zu verzichten, es gibt Alternativmethoden
Geplant: EU-weites Verbot von Tierversuchen für Kosmetika 2009
Tierversuche in Ö
Kosmetika, die durch Tierversuche überprüft wurden, sind in Ö verboten!
Österr. Tierversuchsgesetz
Zulässigkeit von Tierversuchen:
- Forschung & Überprüfung und Gewinnung v. Stoffen
- Berufl. Ausbildung
Nur zulässig, wenn berechtigtes Interesse an Tierversuchen
Wenn nicht möglich, durch Ersatzmethoden zu überprüfen
Wissenschaft:
Wissenschaftler muss Notwendigkeit/Angemessenheit von Tierversuch prüfen
Leiter v. Tierversuchen: muss abgeschlossene Uni-Ausbildung in Veterinär/Humanmedizin, Pharmazie od. Bio haben
Genehmigung NICHT erforderlich wenn:
- Tierversuch als Impfung, Blutentnahme
- Oder sonst. Maßnahmen diagnost. Art, wenn bereits erprobtes Verfahren
- Gewinnung von Seren / Impfstoff
Tierversuche müssen nach Stand der Wissenschaft durchgeführt werden,
Vermeidung von nicht notwendiger Belastung
Versuche an wildlebenden Tieren nur in Ausnahmen erlaubt (wenns nicht anders geht)
Herkunft d. Versuchstiere:
- genehmigte Zucht oder Liefereinrichtung (oder Eigenzucht)
- keine wilden / streunenden Tiere!!
Durchführung nur unter BETÄUBUNG erlaubt (außer nicht möglich, weil gegen Versuchszweck)
1x jährlich unangemeldete Kontrolle von Versuchseinrichtungen!!!
Weigerung eines Arbeitnehmers, Tierversuche durchzuführen, sind KEINE Pflichtverletzung, wenn nicht ausdrücklich Vertragsgegenstand
Kontrolle durch TIERVERSUCHSKOMMISSION
Data:
In versch bereichen rückgang( toxikologische prüf)
Ausser: in grundlagenforschung anstieg ( transgene Tiere)
Patent auf leben
Patent auf krebs-maus!!
Umstritten: lebewesen sind keine tech-erfindung!
Patente auf leben erhöhen abhängigkeit von konzernen!
Wissenschaftl journals:
Eingereichte manus können abgelehnt werden wenn guidelines 4 animalresearch nicht befolgt
-wahl: tiere, die am wenigsten am versuch leiden
-anzahl: so klein geht
-procedures: minimieren in dauer und ausmass an stress / schmerz
Was ist Schmerz:
Bei tieren schwer zu beurteilen
Bei mensch: nichtverbales verhalten ? versuch zu entkommen, schrei, verziehen des gesichtes?
Bei vögeln und säugern einschätzung sicher
Bei insekten und kraken unsicher
Schmerzempfindung:
Kein kriterium ist eindeutiger beweis f schmerzempf!!!
Bspe:
-nach analgetikaeinnahme verhaltensänderung
-vermeidungsverhalten
Fische: fliehen wenn artgenossen verletzt da alarmstoffe von haut abgegeben werden
Insekten: keine schmerzfasern, zeigen normales verhalten bei schweren verletzungen (gottesanbetermännchen paart sich weiter, wenn es von weibchen aufgefressen wird)?
f manche evtl beweis f schmerzfreiheit
octopoden: lernen elektrischen schocks auszuweichen
ethische fragen bei freilanduntersuchungen:
Fangen, Markieren mit Sendern, Sammeln v. Blut oder Gewebeproben
Ev. Eingriff in Ökosystem, Population
Gefährdete Arten:
Sollten keinem Risiko ausgesetzt werden, außer zu eigenem Schutz
Entledigung von untersuchten Tieren_
- Weitergeben
- Schmerzfreies Töten
- Aussetzen im Freiland
Lebendfütterung
Soll man lebende Tiere verfüttern?
Bei Wirbellosen kein Verbot
Bei Wirbeltieren (Futtermäuse, Fische, ?) nur erlaubt, wenn artgerechte Ernährung nicht anders möglich
Untersuchung: Kommerzielle Schiffahrt und Stress bei Fischen:
Stresshormon-Bestimmung: Extraktion von Cortisol aus Wasser (nicht invasiv)
Andere Möglichkeit: invasiv: Hormon durch Blutabnahme
Cortisolanstieg in Nähe von Schiffslärm
Anstieg der Anzahl Versuchstieren
Zur Erforschung von AIDS 80er Jahre an Primaten, da nur Menschen und einige Primaten befallen werden können
Wunsch nach zunehmender Sicherheit:
z.B. Contergan
Wunsch nach besseren Behandlungsmethoden (Krebs, Diabetes besser behandelbar, Tiermodell wie Krebsmaus)
REACH
= Registration, Evaluation, Authorisation of Chemicals
Programm der EU, das den sicheren Umgang mit Chemikalien zum Ziel hat
--> Neu-Überprüfung von 30.000 Chemikalien!
Auf Umweltauswirkungen, Hautverträglichkeit, Mutagenität, Fischbestand
Beginn 2009, geplantes Ende 2018
Gründe für Alternativmethoden
Ethische Bedenken, inwieweit menschl. Wohlergehen Leid der Tiere aufwiegt
Versuchsergebnisse nicht immer vom Tier auf Mensch übertragen
Ökonomie: alternative Testmethoden langfristig BILLIGER!
Tierversuchskommissionen überprüfen Zweckmäßigkeit und ob Versuche dem 3R-Prinzip entsprechen
3-R Prinzip
Zielt auf Reduzierung, nicht auf komplette Abschaffung von Tierversuchen ab
REDUCE:
Verringerung d. Anzahl d. Tierversuche (z.B. durch Einsatz von Computern, e.g. CADD = computer assisted drug development, molecular modelling)
REFINE:
Verfeinern von Tierversuchen durch Verringerung der Belastung für Versuchstiere
e.g. leidensfreie Versuche durch bessere Methodik
Hormonbestimmung statt invasiver Blutabnahme nicht invasive Gewinnungsmethoden durch Entnahme von Wasser / Scheiße / Speichel
REPLACE:
Ersatz v. Versuchstieren d. Versuche an Zellkulturen oder Computersimulation (CADD)
CADD: Vorauswahl an wirksamen Stoffen, dadurch weniger Stoffe zu testen ? weniger Tierversuche
Draize-Test
Reizende Wirkung v. Kosmetika & Chemikalien auf das menschl. Auge werden am Kaninchen erprobt
--> Voraussagbarkeit für Effekte am menschl. Auge nicht gut
HET-CAM Test
(Hens Egg Test - Chorio Allantoic Membran)
als Ersatz für Draize-Test
Wirkung einer Substanz auf die Chorion Allantois Membran eines 9 Tage bebrüteten Hühnereies
Vorteile: billig, einfach, schnell
Nachteil: Grenzfall ob noch Tierversuch
Zellkulturen
als Ersatz für Draize-Test
1) In vitro Cornea-Epithel: (Aufbringen einer Substanz auf in vitro gneriertes Cornea-Epithel)
2) MTT-Test: Farbumschlag eines Markers als Hinweis auf mitochondriale Aktivität
blabla
Hautmodelle:
"EpiDerm" oder Menschenhaut
--> Epiderm bessere Ergebnisse als Draize
Contra: Versuchspersonen immer aus finanziell prekären Verhältnissen
EVCAM = Europ. Centre fort he Validation of Alternative Methods
Validierungsstudien sehr zeit- und kostenintensiv, dauert rund 10 Jahre bis Methode anerkannt ist
Grenzen der Alternativen Methoden
Tierversuche = gesetzlich vorgeschrieben
Es gibt meist keine Ersatztests
Zusammenspiel von Organen im Gesamtorganismus in Zellkultur nur begrenzt simulierbar
Alternativen sind nicht immer alternativ:
z.B. Zellkulturen von manchen nicht als Alternativmethode akzeptiert, da Serum aus Kälberföten hergestellt wird
ÖKOETHIK
Warum soll man sich der Umwelt zuliebe moralisch korrekt verhalten?
Anthropozentrische Konzeption einer ökologischen Ethik:
Umwelt wird nur geschützt, wenn dies dem Wohlergehen des Menschen hilft
Utilitarismus: nur die Handlung ist moralisch richtig, die allen Betroffenen nützt
Umwelt-Ethik:
Bis zum 20. Jh. Wurde Natur massiv den Bedürfnissen d. Menschen unteworfen
Flora: Urwälder in Mittel- & Südeuropa komplett gefällt --> Karst
Fauna: Arten, die wenig nützlich sind und ev. Schaden anrichten (Wolf, Bär) werden zurückgedrängt
Nützliche Arten stark bejagt / domestiziert (Wildpferd, Wildrind, Wildschaf) und dann von domestizierten Arten verdrängt
Ursprüngliche Biotope stark modifiziert (Monokulturen, Wasserkraftwerke) oder durch Versiegelung stark zerstört
Was spricht gegen das Ausrotten von Tieren?
- unmoralisch
- Arten haben ein inhärentes Anrecht auf Existenz
- Ausrotten kann Ökosystem schaden (z.B. Nahrungsketten, Fehlen von Predators)
Einwand: Wem geht Wolf ab? Ausrotten von Predators oft keine unmittelbaren Nachteile
Sicherheit für Menschen & Haustiere (Problembären, die Schafe fressen, werden abgeschossen)
Ökonomische Vorteile: hohe Dichte v. Beutetieren (z.B. Rehe) möglich ? gut für das Hobby Jagd
Ausgerottete Arten:
Beutelwolf (= tasmanischer Tiger)
Dodo: 1m goßer flugunfähiger Vogel (wegen Flugunfähigkeit leichte Beute für Seefahrer)
Auerorchse: Vorfahre der meisten Rinderrassen
Aussterberaten
Background extinction rate: 10 - 100 Arten pro Jahr (inkl. Bakterien) sterben aus
Säugetier-Art: Existenzdauer ~1 Mio Jahre
Aussterberate v. Säugetier-Art: 1 in 200 Jahren
Viele unbekannte Arten: wie weist man Aussterben einer unbekannten Art nach?
"Living Dead" = Arten, deren Individuenzahl zu gering um sich zu erholen
Biodiversität
Living Planet Index: Maß für Biodiversität (Basis: Anzahl von Individuen, Arten, Dichte v. Population/Biomasse)
Abnahme der Tier-Population seit 1970 um ein Drittel abgenommen
Flächenverbrauch: Hauptursache für Zurückgehen von Populationen / Arten
Flächenverbrauch steigt unaufhörlich durch Verbauung
Verbauungen verhindern auch Wanderungen von Tieren (? Wildbrücken, Amphibientunnel)
Wiedereinbürgerung - Beispiel Braunbär
Import von kroatischen Bären ? freigelassen in Ö ? Vermehrung ? heute nur noch 3 Bären, es fehlen 20!!! Wahrscheinlich illegal erschossen
Gleichgültigkeit der Bevölkerung bzw. geringe Akzeptanz
Australien: Einführung fremder Arten
Aussetzung von ein paar Kaninchen zur Jagd ? Vermehrung auf 500 Mio ? Plage!!
--> Schädigung v. Flora und Nahrungsgrundlage vieler Beutetiere
Rund 2% der Tierarten in Ö sind Neozoa (nach 1492 dazugekommen, oft unabsichtlich eingeschleppt)
Einführung fremder Arten in Österr. Gewässer:
Allochton = gebietsfremd
In Ö 27 allochtone Fischarten, meisten davon absichtlich ausgesetzt
= Besatzmaßnahmen (=Aussetzen fremder Arten in heimische Gewässer) in meisten Bundesländern ohne Bewilligung möglich, obwohl nachweislich neg. Einflüsse
Graskarpfen zur Bekämpfung von Wasserpflanzen
Einführung fremder Pflanzenarten (Neophyta):
z.B. Robinie ? invasiv, führt zu tiefgreifenden Veränderungen der Wälder Ö.
werden aktiv bekämpft, z.B. im Nationalpark Donauauen
Rückgang d. Biodiversität auf Inseln größer als auf Kontinenten und in Gewässern größer als auf Land
Rückzüchtungen
Versuch, aus versch. Haustierrassen ausgestorbene Arten wieder auferstehen zu lassen
z.B. Rückzüchtung von Auerochsen im Lainzer Tiergarten
Contra:
Rückzüchtungen phänotypisch gleich, aber genotypisch nicht, Arten lassen sich daher nicht rückzüchten
Nationalparks
Erster Nationalpark: Yellowstone National Park (1872)
Europa: 1. Nationalpark in Schweden 1909
1. Umweltbewegung Ende 19. Jh
2. Umweltbewegung 80er Jahre
Ö erster Nationalpark (Donauauen) erst 1996
Hainburger Au:
Anfang 80er Wasserkraftwerk geplant bei Hainburg, dagegen 1984 Widerstand ? Baustopp
Gründe: Schutz d. letzten Auwaldes
Waldsterben
Im Laufe der 80er Jahren in einigen Gebieten Mitteleuropas Waldsterben durch sauren Regen
? Filter in Industrieanlagen einbauen, Abkehr von Braunkohle
Anti-Atomkraft-Bewegung
In 70er & 80er Jahren Widerstand gegen Errichtung von Atomkraftwerken
Sorgen: Folgen von Verstrahlung bei laufendem Betrieb von AKWs, Transport von Brennelementen, Super-Gau, Endlagerung, Bau von Atomwaffen
Ö:
AKW in Zwentendorf fertig gebaut, danach nach Volksabstimmung (knapp über 50% dagegen) stillgelegt
Atomsperrgesetz: schließt Nutzung von Atomenergie zur Energiegewinnung aus (außer zu Forschungszwecken)
Deutschland:
17 Reaktoren zur Energiegewinnung, 100 für Forschung
2002: Ausstieg aus Kernenergie bis 2020 geplant
Frankreich:
59 Reaktoren
Europa: 18 Länder mit AKW, Italien ausgestiegen, Finnland & Rumänien bauen AKWs
Tschernobyl
April 1986 (Ukraine)
Folgen: Kontamination durch Cäsium, Anstieg v. Schilddrüsenkrebs
Schlussfolgerung: Ultimativer Beweis für die Gefährlichkeit der Kernergie oder nur Beweis für miserable Technik der Ost-AKWs
Trend: weltweit weniger AKWs in Bau., weniger aus ethischen als ökonom. Gründen (hohe Kosten für Sicherung und Endlagerung), ev. Renaissance in Zukunft, da klimaneutral
Ökobewegung im 21. Jh
Unterliegt Globalisierung, es stehen vermehrt globale Themen im Vordergrund
Rettung einzelner Arten tritt in Bedeutung in den Hintergrund
Nachhaltigkeit
z.B. nachhaltige Forstwirtschaft für Papierherstellung, nur soviel Holz gewinnen wie nachwächst
z.B. bei Fischkauf, es wäre ethisch, nur Fischarten zu kaufen, wo keine Überfischung vorliegt (z.B. pazif. statt atlantischen Dorsch kaufen)
Ökologischer Fußabdruck
= Maß für Ressourcenverbrauch, z.B. Lebensstil ist dann nachhaltig, wenn man nicht mehr als 1 Planeten benötigt (Schweiz: 2,8 Planeten, USA: 5.6 Planeten, Bangladesh 0,3)
Berechnung etwas umstritten
Globale Erwärmung
Seit Ende 50er Jahre bis jetzt steigt CO2 ? Konz. in d. Atmosphäre beständig, Erärmung der Temperatur, sehr wahrscheinl. vom Menschen verursacht
Global Warming und Tierwelt:
Auswirkung auf Ökosysrteme
Invasion fremder Arten, Rückgang d. Artenvielfalt
Erwärmung d. Ozeane über 30°C kann zum Absterben v. Algen führen, die für Korallen wichtig sind
Viezucht und gl. Warming:
Klimaerwärmung hat nicht nur Auswirkung auf Tiere, sondern wird auch durch sie mitverursacht ? Methanausstoß von Kühen (Methan viel stärkeres Treibhausgas als CO2)
Lösung: Viertel der klimarelevanten Emissionen könnten durch mehr pflanzliche Ernährung vermieden werden --> Vegetarier retten die Welt!
Lösung aller Probleme:
Laut Kioto-Protollo soll CO2-Ausstoß 2012 5% unter dem von 1990 liegen
Maßnahmen: Umstieg von fossil. Energiegewinnung auf erneuerbare Energiequellen
Energiesparende Bauweise (neg. Bsp: Biozentrum)
Reduktion d. motor. Verkehrs
Medizinethik - Humanethik
Bioethikkommission:
Vom Bundeskanzleramt eingerichtet, beratend
Bioethik: beschäftigt sich mit biolog. Aspekten d. Menschen (Fortpflanzung, Krankheiten, Sterben)
Forschung am Menschen:
- direkte Methoden:Blutabnahme
- indir. Methode: Veränderung d. Umgebung
Nazizeit
Nürnberger Ärzteprozess: einige NS-Ärzte zum Tod verurteilt
Nürnberger Codex (Gesetz zur Forschung am Menschen in Nazizeit): schließt eigentlich Menschenversuche aus!!
Menschenversuche im 3. Reich:
- an Juden/Häftlingen durchgeführt
- Höhenflugforschung (Überleben von abgeschossenen Piloten in großer Höhe)
- Unterkühlungsversuche
- Wundheilungsexperimente
- etc.
- Tod d. Versuchsperson eingeplant
Dr. Mengele:
- Zwillingsexperimente: Injektion versch. Krankheitskeime um Auswirkungen zu testen, Entnahme v. Organen ohne Anästhesie, Injektion von Chemikalien?
- Wollte genetische Ursachen eruieren
Deklaration der Menschenrechte von der UNO 1948
Deklaration v. Helsinki (1964):
- Richtlinien für Forschung am Menschen
- Subjects must be volunteers
- Subjects must be informed about procedures
- Right to withdraw from experiment at any time
- Abwägen zw. Risiken und Notwendigkeit
Tuskegee Syphilis Study
1932 - 1972: rund 400 schwarzen Syphiliskranken wurde Behandlung von Weißen absichtlich verweigert, ohne Patienten darüber zu informieren
Ziel: Autopsie d. befallenen inneren Organe
Nürnberger Ärzteprozess und Entdeckung v. Penicillin hatten keine Auswirkungen auf Fortführung der Studie
Clinton 1997: "I am sorry"
Voraussetzungen für Versuche am Menschen:
- informed consent (Information über alle Risiken)
- Versuchsperson muss zustimmungsFÄHIG sein
- Zustimmung ohne Druck! (z.B in USA: subtiler Druck wegen fehlende Krankenversicherung, ?)
- Auswahl v. Versuchspersonen muss gleichwertig sein (repräsentative Stichprobe)
Klinische Versuche am Menschen
Am häufigsten: Prüfung v. Arzneimitteln, sonst Prüfung v. Dingen wie Herzschrittmachern, Strahlenbehandlungen etc?
In Österreich: ALLE Forschungsvorhaben am Menschen müssen Ethikkommission vorgelegt werden!
Wenn Maßnahme nur EINER Person dient, ist sie keine Forschung
AIDS-Forschung
T.C. Quinn: Studie an 15.000 Personen in Uganda, ob Antibiotika gegen Übertragung von HIV wirkt
- HIV-neg. Partner derVersuchspersonen wurden nicht informiert!
- HIV-pos. Versuchspers. wurden nicht behandelt
Ergebnis: Antibiotika beeinflussen Übertragung von HIV nicht (ah geh)
Kritik an AIDS-Untersuchung:
- doppelter Standard in mediz. Forschung (ist ethisch unakzeptabel)
- Studien in Entwicklungsländern gemacht, wenn in USA nicht erlaubt
- Studie direkte Gefahr für Beteiligte (ah geh)
- Informed consent nicht gegeben, Vp dachten Forschung = Behandlung, Motto Besser als Nix
Pro AIDS-Untersuchung
- NIH: kein doppelter Standard, in Einklang mit Helsinki-Deklaration
- Möglicher Info-Gewinn bei Vermeidung von Pandemie übertrifft Nachteil für einzelne Personen
Fortpflanzungsmedizin
WHO: Unfähigkeit sich fortzupflanzen ist Krankheit
Künstliche Insemination
- Homologe I.: mit Samen d. Ehemannes
- Heterologe I.: mit Fremdsamen bei Sterilität d. Mannes
In Vitro Fertilisation
Eizellen in Petrischale befruchtet
Wird nach 2 Tagen (4-8 Zellstadium) in Gebärmutter eingepflanzt
Weltweit 1 Mio Re-Torten-Kinder
Erfolgsrate nur 15% ? durch Wh. psych. Probleme
Kritik:
- Mehrlingsschwangerschaften
- Entwicklungsstörungen häufiger
- Risiko für Fehlgeburten/Frühgeburten
- Einfrieren / Entsorgen überzähliger Embryonen
Pro:
Homologe Fertilisation bei Leidensdruck (auf deitsch: Eltern leiden unter Unfruchtbarkeit)
- Heterologe Fertilisation: Eispende, Samenspende, beides
- Homosexuelle Lebensgemeinschaften:soll Samen/Ei-Spende / IVF / Ersatzmutter erlaubt sein?
- Leihmutter: ev. Ausnutzung finanz. Notlage, ev. Emotionale Bindung zu ausgetragenem Kind, in Ö verboten
Fortpflanzungsmedizin-Gesetz
Seit 1992
Zulässig: med unterst. Fortpfl. In ehen od eheähnlichen gemschaften
Beratung über rechtl folgen verpflichtend
Entw.fähige Zellen nicht! Für stammzellforschung od ?gewinnung; kein untersuchung auf gendef.(PID)
Keimbahntherapie verboten!
Postmenopausale geburt .
Rekord: mit 67 Jahren
Techniken:
- Reaktivierung d. eignen Ovars mit Hormonen
- Spender-Eizellen (in Ö illegal)
- Homo/Hetero-Fertilisation
Leihmutterschaft
In Ö verboten
Grund: Unfruchtbarkeit, Zeitmangel, Bequemlichkeit
Brasilien: Leihmutterschaft nur bei Nah-Verwandten
Samen eines Dritten
Nur für höchstens 3 Ehen/Partnerschaften
Aufbewahrung:
Samen/Eizellen: bis auf Widerruf oder bis zum Tod (höchstens 10 Jahre)
Kind ist nach Vollendung d. 14. Lj. Auskunft über Vater zu erteilen
Itaker:
2004 restriktives Bioethik-Gesetz:
- künstl. Befruchtung nur bei Hetero-Ehepaaren oder Partnern
- Material nur vom Paar SELBST
- max 3 Eizellen im Reagenzglas
-Untersuchung auf Gendefekte verboten
- Einfrieren von Embryonen verboten (=sind menschl. Lebewesen)
- Forschung an ES-Zellen verboten
Klonen:
Erzeugen erbgleicher organismen aus gewebe eines gegebenen oragnismus.
Tiere erfolgreich: bsp schaf dolly 1997
Bei Menschen:
- reproduktives Klonen: Herstellung eines entwicklungsfähigen Embryos durch Kerntransfer ? verboten weltweit
- therapeutisches Klonen: Embryo als Zelllieferant für Stammzellen, wird zerstört, in Ö verboten
Prädikative Medizin
Pränatale Diagnose
Vorhersage über Erbkrankheiten/Risiken durch Untersuchung v. Fruchtwasser / Ultraschall
In Ö zunehmend angewandt
Contra: unsichere Diagnose, Schwangerschaftsabbruch vs. Behindertes Kind
Pro: Verringerung der Anzahl an Downsyndrom-Kindern
Präimplantations-Diagnostik (PID)
Bei IVF (im 8-Zellstadium wird 1 Zelle entnommen und untersucht)
--> Auswahl der best-geeignetsten Embryonen, zur Verbesserung von IVF
In Ö verboten zur Feststellung von Genanomalien
Kritik:
- Designerkinder theoretisch möglich, ethisch fragwürdig
- Geringe Erfolgsquote der IVF
- Eugenik (Menschenzüchtung als Ideal)
- Grenze: meisten Behinderungen NICHT genet. Ursache!
Risiken:
- PID bei Eltern mit genet. Erkrankungen verständlich, sonst hinterfraglich
Widerspruch in Gesetzgebung:
Generelles Verbot v. PID in Ö nicht logisch:
PID verboten, aber pränatale Diagnose erlaubt ? Embryo erst einsetzen, erst dann Untersuchung + ev. Abtreibung
Stammzellenforschung
Embryonale Stammzellen: aus Innenraum d. Blastozyste (Embryo dabei zerstört)
PRO:
- ES = omnipotent ? können in allen Geweben eingesetzt werden
- Bei IVF fallen große Menge an Embryonen an, die normalerweise entsorgt werden, könnten für Stammzellenforschung verwendet werden
- Forschung in anderen Ländern (z.B. Israel), Einfuhr aber erlaubt!!
Unproblematisch.
- aus abgeriebenen Zellen des Fötus
- Nabelschnur-Stammzellen: aber Lagerung teuer
- Adulte Stammzellen aus Blut/Knochenmark (nicht so potent)
Österreich: Stammzellen nur für med. unterstützte Fortpflanzung verwendet werden, aber NICHT zur Forschung
GB am liberalsten (dort Stammzellen bis zu Alter v. 14 Tagen verwendbar)
Sterbehilfe
Passive Sterbehilfe:
Unterlassen v. lebenserhaltenden / rettenden Maßnahmen
Patientenverfügung
Arzt normalerweise verpflichtet, lebenserhaltende Maßnahmen zu setzen, außer Patient hat schriftlich seinen Willen Sterben zu wollen (=Verfügung) erstellt
z.B. Terri Schiavo (USA)
Patientenverfügungsgesetz:
Patientenverfügung gilt erst, wenn Patient nicht mehr handlungsfähig ist, muss vom Arzt jedenfalls befolgt werden
--> Patientenverfügung gilt nicht in Notfällen
Verfügung muss alle 5 Jahre erneuert werden
Aktive Sterbehilfe:
Durchführung v. lebensverkürzenden Maßnahmen = Praxis: Beihilfe zur Selbsttötung
In D/Ö --> strafbar (passive Sterbeh. ist erlaubt)
In Holland / Schwiiiiz erlaubt
eigentl. 70% wäre Bevölkerung dafür!
Unterschied Europa/USA
Niederlande:
Aktiv Seit 2002 erlaubt
Arzt muss Sorgfaltskritieren einhalten:
- Patient muss Bitte freiweillig stellen
- Pat. muss über ärztl. Prognose informiert
- Meinung eines 2. Arzt muss hinzugezogen werden
Belgien: Diskussion über aktive Sterbehilfe auch bei NICHT lebensbedrohlicher Erkrankung
Contra akt. Sterbehilfe in Ö/D
- widerspricht ärztl. Selbstverständlich & Christl. Lehre
- Kostenersparnis darf kein Argument im Gesundheitswesen sein
- Historisch durch Nazis vorbelastet
- Dafür Palliativmedizin: Schmerzlinderung bis zum Tod
Forschungsethik
Mythos d. noblen Wissenschaftlers!
Wissenschaftliche Methode:
Frage --> Hypothese formulieren --> Experiment zur Überprüfung, Analyse
Ergebnisse: unterstützen Hypothese (kein Beweis) oder Falsifikation
Wissenschaftsauffassung
Lehrbuchwissen:
Zeigt nur bereits abgesicherte Ergebnisse (schon ausdiskutiert)
Front-Wissen:
Noch nicht gesichtertes Wissen, Theorien, nobody knows nothing
Honest Error:
Fehler, die nicht absichtlich passieren (z.B. Fehlinterpretation?)
Wissenschaftliches Fehlverhalten
Definition: Fabrizieren, Fälschen und Stehlen (geistiger Diebstahl, Plagiat)
Erlaubt: Fehler begehen, abweichende Interpretationen
Geschichte
Paul Kammerer:
Zoologe um 1900 herum
Hat Kröten gezüchtet, die Brunftschwielen bekommen hat, und diese an die nächsten Generationen weitervererbt hat
Galt als Nachweis von Lamarck?s Theorie der Vererbung erworbener Eigenschaften (Gegensatz zu Darwin)
Später als möglicher Betrüger entlarvt (hat Schwielen nur mit Tusche auf Kröten gemalt)
Fall Hermann/Brach
1997: Skandal Krebsforschung, erschwindelt 1 Mio Mark
2005: Fall Hwang (Südkorea)
Schaffts durch Betrug mit Paper über angebl. erster Herstellung patientenspezif. Stammzellinie ins Science Journal (waren in Wirklichkeit nicht geklont, sondern Stammzellen von normal befruchteten Eizellen
24 Co-Autoren, die angeblich nix davon gewusst haben?
WIE konnte das in Science landen?
--> Versagen im Begutachtersystemder peer reviewed Journals
- Fälschungen können nur indirekt erkannt werden
- Druck zu Publikationen (publish or perish)
- Überprüfung kost- und Zeit-spielig, Wiederholungen werden nicht publiziert
- Daher: Risiko aufzufliegen gering
Plagiarismus
= Diebstahl geistigen Eigentums
Teilweises / vollständiges Abschreiben von Diplomarbeiten, Papers etc.
- besonders häufig in Gebieten ohne experimentelle Forschung (Geisteswissenschaften)
- Uni Wien hat schon 4 Titel aberkannt, aber nicht von Johannes Hahn (ÖVP), dem Arsch
Plagiatsjäger Stefan Weber
Buch ?Das Google Copy/Paste Syndrom?
Zitat Stefan Weber ?Die Professoren haben eindeutig versagt?
Maßnahmen der Uni Wien
- Primärdaten müssen 10 Jahre aufgehoben werden
- Alle Autoren müssen genannt werden, die wesentlich zu Ergebnis beigetragen haben
- Mitwissen an Fälschungen ? Mitschuld
- Ombudsmann
- Einrichtung einer ständigen Kommission zur Überprüfung ob wissenschaftl. Fehlverhalten vorliegt
- Konsequenz: akad. Titel kann aberkannt werden, Kündigung, ?
MyDropBox = Plagiatssuchsoftware zur Überprüfung von Diplomarbeiten etc.
ÖH: Studenten erstellen nicht absichtlich Plagiate, lernen nicht richtig wissenschaftl. zu arbeiten

